ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2006Wissenschaftsrat: Neukonzeption zugestimmt

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Wissenschaftsrat: Neukonzeption zugestimmt

Dtsch Arztebl 2006; 103(31-32): A-2072 / B-1784 / C-1728

Hibbeler, Birgit

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Ein Schwerpunkt in Witten/Herdecke soll Versorgungsforschung sein. Foto: LICHTBLICK
Ein Schwerpunkt in Witten/Herdecke soll Versorgungsforschung sein. Foto: LICHTBLICK
Akkreditierung für Studiengang Humanmedizin in Witten/Herdecke
Die private Universität Witten/Herdecke kann weiterhin neue Studierende für das Fach Humanmedizin einschreiben. Der Wissenschaftsrat (WR) hat der Neukonzeption des Studiengangs zugestimmt und der Hochschule eine vollständige Akkreditierung erteilt. WR-Vorsitzender Prof. Dr. Peter Strohschneider erklärte, er sehe eine realistische Chance, dass mit dem neuen Konzept die erforderlichen wissenschaftlichen Voraussetzungen für die Ausbildung von Ärzten erreicht werden könnten.
Ausschlaggebend für das positive Votum war unter anderem die von der Hochschule geplante personelle Aufstockung im Fachbereich Humanmedizin. Neun zusätzliche interne Professuren sollen eingerichtet, 21 wissenschaftliche Mitarbeiter neu eingestellt werden. Ein wissenschaftlicher Schwerpunkt soll künftig die Versorgungsforschung sein. Außerdem will man in Witten/Herdecke die grundlagenorientierte Forschung ausweiten und die Fakultäten für Biowissenschaften und Humanmedizin besser vernetzen. Das Land Nordrhein-Westfalen wird die Finanzzuweisung für die Hochschule um eine Million auf 4,5 Millionen Euro jährlich erhöhen und so die Neugestaltung unterstützen.
Der WR hatte dem Studiengang vor einem Jahr in einem Gutachten eine unterdurchschnittliche Qualität in Forschung und Lehre bescheinigt (siehe „Schonfrist für Witten/Herdecke“, DÄ, Heft 20/2005). Die Zahl der hauptamtlichen Professoren und der wissenschaftlichen Publikationen sei zu gering, hieß es damals in dem vernichtenden Urteil über die einstige Vorzeige-Universität. BH
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