ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2006GKV-Finanzreform: Subsidiarität

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GKV-Finanzreform: Subsidiarität

Dtsch Arztebl 2006; 103(31-32): A-2100 / B-1808 / C-1750

Weber, Joachim

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LNSLNS Im deutschen Gesundheitswesen werden jährlich rund 250 Milliarden Euro umgesetzt. Ein Großteil davon entfällt auf die Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung, nämlich 145 Milliarden Euro . . . Die Anhebung der Mehrwertsteuer ab 2007 bedeutet Mehrbelastungen von etwa 800 Millionen Euro, die Absenkung des Bundeszuschusses weitere 2,7 Milliarden Euro allein im nächsten Jahr – ab 2008 sogar um 4,2 Milliarden Euro. Seit längerem hat die GKV ein Einnahmeproblem: Allein zwischen November 2000 und November 2005 ist die Anzahl der sozial­ver­sicherungs­pflichtig Beschäftigten um rund 1,7 Millionen (sechs Prozent) gesunken. Im Vorfeld des Hauptstadtkongresses 2006 hat Kardinal Lehmann eine umfassende Reform des Gesundheitssystems angemahnt. Jedem, der Hilfe brauche, müsse Hilfe zukommen, aber heute gehe es darum, darauf zu verweisen, dass die Gemeinschaft solche Risiken zu tragen habe, die vom Einzelnen nicht getragen werden könnten. Subsidiarität soll individuelle Freiheit und Verantwortung vorrangig stellen und tritt unter der Bedingung ein, dass der Einzelne in der Lage sein muss, die Probleme und Aufgaben lösen zu können . . .
Dr. med. Joachim Weber, Geismarlandstraße 70, 37083 Göttingen
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