ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2006Psychotherapie: Bitter nötig
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LNSLNS Erfreut habe ich das Engagement des 109. Deutschen Ärztetages für eine Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen zur Kenntnis genommen. Deutliche Signale in dieser Richtung sind lange überfällig, ebenso die Förderung der psychiatrisch-psychosomatisch-psychotherapeutischen Kompetenz im ärztlichen Handeln, zumal zu einer Zeit, da die einschlägigen Abteilungen vieler Unikliniken geschlossen werden. Wie nötig solch ein Bemühen zum Abbau von Stigmatisierungen ist, zeigt ein Artikel in Heft 21/2006. Dort wurde über die KBV-Ver­tre­ter­ver­samm­lung berichtet (Eine KV – für alle), die im Vorfeld des Ärztetages stattfand. Die Kollegen dort scheuten sich offensichtlich nicht, ihre Meinungsdifferenzen mit Polemiken auf Kosten psychisch Kranker auszutragen. So äußerte ein Delegierter die Ansicht: „Vielleicht sind die Hausärzte ja früher traumatisiert worden“, und an einen Kollegen gewandt: „Was Sie hier aufführen, sind posttraumatische Belastungsstörungen“. Vielleicht lohnt es sich ja, gleich in den eigenen Reihen anzufangen.
Prof. Dr. phil. Ilka Quindeau, Finkenhofstraße 38, 60322 Frankfurt
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