ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2006Obstruktive Schlafapnoe – ein wichtiger kardiovaskulärer Risikofaktor: Schlusswort
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LNSLNS Da sich unsere Arbeit primär mit den kardiovaskulären Folgeerkankungen der obstruktiven Schlaf-Apnoe beschäftigte, konnten wir verschiedene, auch uns wichtig erscheinende Aspek-te zur schlafmedizinischen Diagnostik und Differenzialdiagnostik nicht berücksichtigen. Insofern können wir die Hinweise des Herrn Kollegen Laakmann nur unterstützen.
Nicht ganz konform gehen wir mit der Ansicht, dass die Epworth-Schläfrigkeits-Skala in jedem Falle ein gut geeignetes Instrument zur Beurteilung der Tagesschläfrigkeit darstellt. In unserer klinischen Erfahrung trifft man immer wieder auf Patienten, die sich tagsüber müde fühlen, aber nur niedrige Scores auf dieser Skala erreichen. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass dieser Fragebogen spezifisch die spontane Einschlafneigung in fest ausgewählten Situationen erfasst. Um die Tagesschläfrigkeit wirklich zu objektivieren, sind unter Umständen aufwendige Verfahren wie der so genannte multiple Schlaflatenz-Test (MSLT) mit Tages-EEG-Ableitungen im Schlaflabor notwendig (1).
Auch den Aussagen von Herrn Kollegen Laakmann zur Therapie der Cheyne-Stokes-Atmung bei Linksherzinsuffizienz stimmen wir zu. Wir teilen hingegen nicht die Auffassung, dass eine CPAP-Therapie bei Patienten mit obstruktiver Schlaf-Apnoe und gleichzeitig vorhandener Herzinsuffizienz auch zu einer weiteren Verschlechterung der linksventrikulären Ejektionsfraktion führen kann. Hier spricht die Studienlage eindeutig für positive Effekte der CPAP-Beatmung auf die Ventrikelfunktion (2, 3).

Priv.-Doz. Dr. med. Richard Schulz
Medizinische Klinik II / Schlaflabor
Justus-Liebig-Universität
Paul-Meimberg-Straße 5
35392 Gießen

Die Autoren aller Beiträge erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.
1.
Fong SY, Ho CK, Wing YK: Comparing MSLT and ESS in the measurement of excessive daytime sleppiness in obstructive sleep apnoea syndrome. J Psychosom Res 2005; 58: 55–60. MEDLINE
2.
Kaneko Y, Floras JS, Usui K et al.: Cardiovascular effects of continuous positive airway pressure in patients with heart failure and obstructive sleep apnea. N Engl J Med 2003; 348: 1233–41. MEDLINE
3.
Mansfield DR, Gollogly NC, Kaye DM, Richardson M, Bergin P, Naughton MT: Controlled trial of continuous positive airway pressure in obstructive sleep apnea and heart failure. Am J Respir Crit Care Med 2004; 169: 361–6. MEDLINE
1. Fong SY, Ho CK, Wing YK: Comparing MSLT and ESS in the measurement of excessive daytime sleppiness in obstructive sleep apnoea syndrome. J Psychosom Res 2005; 58: 55–60. MEDLINE
2. Kaneko Y, Floras JS, Usui K et al.: Cardiovascular effects of continuous positive airway pressure in patients with heart failure and obstructive sleep apnea. N Engl J Med 2003; 348: 1233–41. MEDLINE
3. Mansfield DR, Gollogly NC, Kaye DM, Richardson M, Bergin P, Naughton MT: Controlled trial of continuous positive airway pressure in obstructive sleep apnea and heart failure. Am J Respir Crit Care Med 2004; 169: 361–6. MEDLINE

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