ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2006Beate Bestmann: Was Ärzte bewegt

VARIA: Personalien

Beate Bestmann: Was Ärzte bewegt

Maus, Josef

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Beate Bestmann Foto: privat
Beate Bestmann Foto: privat
Dass es bereits vor drei Jahren in der deutschen Ärzteschaft mächtig gärte, war Beate Bestmann spätestens klar, nachdem die Kieler Sozialforscherin die mehr als 2 100 ausgefüllten Fragebögen von Klinikern und niedergelassenen Ärzten ausgewertet hatte. Bestmann (30) brütete damals gemeinsam mit ihren Kollegen Dr. med. Volker Rohde und Priv.-Doz. Dr. med. Axel Wellmann über der bis heute umfangreichsten und repräsentativsten Untersuchung zur Berufssituation der Ärztinnen und Ärzte in Deutschland, dem Berufsreport Ärzte 2003.
Die Studie umfasste eine Stichprobe von rund 7 000 Ärzten – zu gleichen Teilen aus dem stationären und ambulanten Sektor. Wie zufrieden sind die Ärzte mit den Rahmenbedingungen ihrer Arbeit? Wie steht es um die allgemeine Lebenszufriedenheit und wie um die berufsspezifischen Belange, etwa bei der Weiter- und Fortbildung sowie der Forschung und Lehre? Der Berufsreport, der mit Unterstützung der Redaktion des Deutschen Ärzteblattes erstellt worden ist, ergab ein differenziertes Bild. Unübersehbar war allerdings die wachsende Unzufriedenheit mit der auf Kostendämpfung ausgerichteten Gesundheitspolitik und der zunehmende Druck, der auf den Ärzten lastet.
Die Ergebnisse des Berufsreports hat das Deutsche Ärzteblatt in insgesamt fünf umfangreichen Beiträgen publiziert. Sie sind seither vielfach zitiert worden und in andere Arbeiten eingeflossen. Beate Bestmann ist nun mit einer bemerkenswerten Dissertation über die berufliche Situation von Ärztinnen und Ärzten in Deutschland mit magna cum laude promoviert worden. Die Sozialforscherin erhielt aufgrund dieser Arbeit den akademischen Grad Doktor der Humanbiologie (biol. hum.) – verliehen von der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm.
Dass zwischenzeitlich die Berufszufriedenheit der Ärztinnen und Ärzte kaum gestiegen sein dürfte, ist offenkundig. Josef Maus
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