ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2006Krankenhäuser in NRW: Engagement für Organspende

VARIA: Personalien

Krankenhäuser in NRW: Engagement für Organspende

Dtsch Arztebl 2006; 103(31-32): A-2127 / B-1835 / C-1775

Hibbeler, Birgit

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Hartmut Schmidt, Transplantationsbeauftragter des Universitätsklinikums Münster, und Norbert Senninger, Direktor der Klinik für Allgemeine Chirurgie (von links) Foto: DSO
Hartmut Schmidt, Transplantationsbeauftragter des Universitätsklinikums Münster, und Norbert Senninger, Direktor der Klinik für Allgemeine Chirurgie (von links) Foto: DSO
Mehr als 12 000 Menschen in Deutschland warten auf ein Spenderorgan. Doch die Hoffnung auf eine Niere, eine Leber oder ein Herz wird oftmals enttäuscht, denn die Wartelisten sind lang. Nahezu 1 000 Patienten sterben jedes Jahr, weil sie kein Organ bekommen. Bei der Zahl postmortaler Organspenden liegt Deutschland im europäischen Vergleich weit hinten: 14,8 Organspenden jährlich je Million Einwohner.
Mit 10,8 Spenden je Million Einwohner liegt Nordrhein-Westfalen (NRW) sogar unter dem Bundesdurchschnitt. Doch NRW ist offenbar auf einem guten Weg: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Organspenden nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) um 25 Prozent gestiegen.
Die DSO und das Ministerium für Arbeit und Soziales in NRW haben nun erstmals Krankenhäuser ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Organtransplantation engagieren. Zu den prämierten Einrichtungen zählt unter anderem das Universitätsklinikum Münster. Dort führte man eine Vielzahl von Fortbildungsveranstaltungen durch, optimierte Organisation und Abläufe. Darüber hinaus erfolgte eine Dienstanweisung zur Organspende. Die Zahl der Spendermeldungen stieg in der Folge an: Von einer Meldung im ersten Halbjahr 2005 auf elf im zweiten.
Ausgezeichnet wurden außerdem das St. Marienhospital Lüdinghausen, das Kreisklinikum Siegen – Haus Hüttental, das Klinikum Krefeld sowie das Evangelische Krankenhaus Bielefeld. BH
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