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Lexikon: Ärztekammer

Dtsch Arztebl 2006; 103(31-32): A-2132 / B-1840 / C-1780

Flintrop, Jens

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LNSLNS Ärztekammern sind Träger der berufsständischen Selbstverwaltung der Ärzte. Als Körperschaften des öffentlichen Rechts sind sie für die Wahrung der beruflichen Belange der Ärzteschaft verantwortlich. Jeder Arzt ist Pflichtmitglied der Ärztekammer, in deren Gebiet er seine ärztliche Tätigkeit ausübt. Die Aufgaben der Ärztekammern sind jeweils durch Gesetze der Bundesländer festgelegt. Demnach regeln und überwachen die Ärztekammern die Berufspflichten der Ärzte, insbesondere durch den Erlass von Berufsordnungen, Weiter­bildungs­ordnungen und Fortbildungsordnungen. Darüber hinaus nehmen sie die Funktion von Interessenvertretungen der Ärzteschaft wahr. Auch die Errichtung von Fürsorge- und Versorgungseinrichtungen gehört zum Aufgabenkreis der Ärztekammern. Im Rahmen dieser Aufgabe haben die Ärztekammern die Ärzteversorgungen gegründet, über die die Altersversorgung der Ärzte sichergestellt wird. Da in Nordrhein-Westfalen zwei Ärztekammern entsprechend den beiden Landesteilen gebildet wurden, gibt es 17 Ärztekammern. Sie unterliegen als Körperschaften des öffentlichen Rechts der Rechtsaufsicht des jeweiligen Sozial-/Ge­sund­heits­mi­nis­ters. Auch Berufs- und Weiter­bildungs­ordnungen erlangen erst Gültigkeit, wenn sie vom Aufsicht führenden Ministerium genehmigt worden sind. Gemeinsam bilden die Ärztekammern die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern: die Bundes­ärzte­kammer. Diese ist selbst keine Körperschaft des öffentlichen Rechts. JF
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