ArchivDeutsches Ärzteblatt PP8/2006„Vereinbarung des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses über Maßnahmen zur Qualitätssicherung für die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit hämato-onkologischen Krankheiten gemäß § 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 2 SGB V für nach § 108 SGB V zugelassene Krankenhäuser (Vereinbarung zur Kinderonkologie) vom 16. Mai 2006 In-Kraft-Treten am 1. Januar 2007

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

„Vereinbarung des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses über Maßnahmen zur Qualitätssicherung für die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit hämato-onkologischen Krankheiten gemäß § 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 2 SGB V für nach § 108 SGB V zugelassene Krankenhäuser (Vereinbarung zur Kinderonkologie) vom 16. Mai 2006 In-Kraft-Treten am 1. Januar 2007

PP 5, Ausgabe August 2006, Seite 376

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LNSLNS § 1
Zweck der Vereinbarung

(1) Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss nach § 91 Abs. 7 SGB V beschließt diese Vereinbarung als eine Maßnahme zur Qualitätssicherung auf der Grundlage von § 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 2 SGB V, mit der die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität gesichert und verbessert werden soll. Diese Vereinbarung betrifft die Versorgung von Patienten im Alter von 0 bis einschließlich 17 Jahren mit einer pädiatrisch-hämato-onkologischen Krankheit.
(2) Zu diesem Zweck definiert diese Vereinbarung Zentren für die pädiatrisch-hämato-onkologische Versorgung (im Folgenden Zentrum) und regelt die Anforderungen an diese Zentren.


§ 2
Ziele
Die Ziele der Vereinbarung umfassen:
1. die Sicherung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der Versorgung von Patienten mit pädiatrisch-hämato-onkologischen Krankheiten,
2. die Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen Versorgung für alle Kinder mit hämato-onkologischen Krankheiten unabhängig von Wohnort oder sozioökonomischer Situation sowie
3. die Verbesserung der Überlebenswahrscheinlichkeit und Lebensqualität von Kindern mit hämato-onkologischen Krankheiten.


§ 3
Konzeptioneller Rahmen
(1) Die stationäre Versorgung von Patienten mit pädiatrisch-hämato-onkologischen Krankheiten erfolgt in einem Zentrum, welches die in dieser Vereinbarung festgelegten Anforderungen gemäß §§ 4 und 5 erfüllt und an Maßnahmen zur Sicherung der Ergebnisqualität gemäß § 6 teilnimmt.
(2) Pädiatrisch-hämato-onkologische Krankheiten im Sinne von Abs. 1 sind in der Anlage 1 in Liste 1 zu dieser Vereinbarung festgelegt.
(3) Als Zentrum kann jeweils nur ein zugelassenes Krankenhaus i. S. v. § 108 SGB V gelten; die Erfüllung der Voraussetzungen durch Kooperation mit anderen Leistungserbringern ist deshalb nur in dem in der Vereinbarung ausdrücklich geregelten Umfang möglich. Jedes Zentrum hat darüber hinaus Sorge zu tragen, dass die Organisation der Leistungen nach dieser Vereinbarung sowie die räumliche Verteilung der erforderlichen Apparate in einer Weise erfolgen, die die hohe Qualität sicherstellt.
(4) Ergibt sich bei der stationären Aufnahme eines pädiatrischen Patienten in einem Krankenhaus eine unerwartete Diagnose aus dem Bereich der pädiatrisch-hämato-onkologischen Krankheiten (gemäß Anlage 1 Listen 1 und 2), muss unmittelbar während oder nach der Einleitung der Sofortmaßnahmen Kontakt mit den rufbereiten Ärzten eines möglichst nahe gelegenen Zentrums aufgenommen werden und eine Verlegung des Patienten dorthin zum geeigneten Zeitpunkt unter Beachtung der Transportfähigkeit durchgeführt werden. Die Krankenkasse übernimmt die Fahrkosten, soweit dies § 60 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB V vorsieht.
(5) Wird ein pädiatrischer Patient notfallmäßig in einem Krankenhaus aufgenommen und steht die Notfallbehandlung im Zusammenhang mit einer pädiatrisch-hämato-onkologischen Krankheit (gemäß Anlage 1 Listen 1 und 2), so muss unmittelbar während oder nach der Einleitung der Sofortmaßnahmen Kontakt mit den rufbereiten Ärzten des bisher betreuenden oder eines nahe gelegenen Zentrums oder der entsprechenden Studienzentrale aufgenommen werden und eine Verlegung des Patienten dorthin zum geeigneten Zeitpunkt unter Beachtung der Transportfähigkeit durchgeführt werden. Die Krankenkasse übernimmt die Fahrkosten, soweit dies § 60 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB V vorsieht.


§ 4
Personelle und fachliche Anforderungen
(1) Einem Zentrum müssen der fachlich leitende Arzt und mindestens ein (zwei ab 1. 1. 2009) weiterer vollzeitig tätiger Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin angehören, die über die Anerkennung für den Schwerpunkt „Kinder-Hämatologie und -Onkologie“ verfügen. Bis zum jeweiligen In-Kraft-Treten der Musterweiterbildungsordnung des Jahres 2004 der BÄK im Bereich der für das Zentrum zuständigen Ärztekammer genügt anstelle der Schwerpunktanerkennung der Nachweis einer ganztägigen, zweijährigen ärztlichen Tätigkeit nach Erhalt der Facharztanerkennung in einer Einrichtung mit pädiatrisch-hämato-onkologischem Schwerpunkt.
(2) Täglich ist zumindest ein Visitendienst durch einen Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in der Weiterbildung zum oder mit Schwerpunkt „Kinder-Hämatologie und -Onkologie“ durchzuführen.
(3) Das Zentrum muss über einen eigenständigen Rufdienst verfügen, der für die Kinderonkologie zuständig ist. Zu jeder Zeit muss dieser Rufdienst mindestens durch einen Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in der Weiterbildung zum oder mit Schwerpunkt „Kinder-Hämatologie und -Onkologie“ sichergestellt sein. Der Rufdiensthabende muss spätestens innerhalb einer Stunde in der Krankenversorgung tätig sein können.
(4) Der Pflegedienst des Zentrums besteht in der Regel aus Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern. Davon müssen mindestens zwei eine Fachweiterbildung in der Onkologie haben. Bis zum 31. 12. 2008 kann anstelle der Fachweiterbildung eine mindestens fünfjährige Erfahrung in Pädiatrischer Hämatologie und Onkologie treten. In jeder Schicht ist im Zentrum die Besetzung von mindestens zwei (bis 31. 12. 2008 nachts auch einem) ausgebildeten Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern zu gewährleisten.
(5) Das multiprofessionelle Team ist zu einer engen und strukturierten Zusammenarbeit verpflichtet, deren Ergebnisse zu dokumentieren sind. Es besteht mindestens aus dem Ärztlichen Dienst, Pflegedienst und Psychosozialdienst und, soweit erforderlich, Diät-/Ernährungsdienst und Physio-/Ergotherapeuten.
(6) Das Zentrum hat einen angemessenen Psychosozialdienst für eine spezifisch pädiatrisch-hämato-onkologische und quantitativ angemessene Versorgung der Patienten und ihrer Familien zu gewährleisten. Er besteht aus Mitarbeitern aus dem psychologisch-psychotherapeutischen und sozialpädagogisch-sozialarbeiterischen Bereich.


§ 5
Anforderungen an Organisation und Infrastruktur
(1) Jeder Patient ist in einer abteilungsinternen Besprechung im multiprofessionellen Team vorzustellen. Dort ist die Behandlung strategisch festzulegen. Falls der Patient von mehreren medizinischen Fachdisziplinen betreut werden muss, ist er auch in einer interdisziplinären Tumorkonferenz vorzustellen. Das Ergebnis der interdisziplinären Tumorkonferenz ist zu dokumentieren.
(2) Das Zentrum hat zu gewährleisten, dass der hausärztliche Vertragsarzt regelmäßig über die Behandlung seiner Patienten informiert wird. Nach Abschluss der tumorspezifischen Therapie im Zentrum erhält der hausärztliche Vertragsarzt einen patientenbezogenen Nachsorgeplan, der alle notwendigen Aspekte der Betreuung berücksichtigt.
(3) Folgende Anforderungen an Ausstattung, Dienstleistungen bzw. Konsiliardienste sind zu erfüllen:
Die nachfolgenden Einrichtungen müssen jederzeit für die Versorgung dienstbereit sein:
- Einrichtung zur Intensivbehandlung für pädiatrische Patienten, die ohne Patiententransport außerhalb des klinikeigenen Geländes erreichbar ist (mit Möglichkeit zur maschinellen Beatmung und akuten Nierenersatzverfahren; sowie Blutaustausch oder Leukapherese)
- Dem technischen Fortschritt entsprechende bildgebende Diagnostik mit Möglichkeit zu Untersuchungen unter Narkose/Sedierung (erreichbar ohne Patiententransport außerhalb des klinikeigenen Geländes)
- Labormedizin bzw. Klinisch-Chemisches Labor
- Transfusionsmedizin
- Kinderchirurgie
- Chirurgie
- Neurochirurgie
Die nachfolgenden Einrichtungen müssen täglich dienstbereit sein:
- Apotheke mit zentraler, bei Bedarf täglich verfügbarer Zytostatika-Zubereitung
- Institut für Mikrobiologie
- Kardiologie
- Nephrologie mit Dialyse
- Internistische Hämatologie und Onkologie
Die nachfolgenden Einrichtungen müssen werktäglich verfügbar sein:
- Hämatologisches Labor, einschließlich der Möglichkeit zu zytologischen Blut- und Knochenmarkuntersuchungen mit zytochemischen Spezialfärbungen
- Institut für Pathologie
- Krankenhaushygiene
- Radiotherapie mit dem technischen Fortschritt entsprechenden radioonkologischen Verfahren
- Orthopädie
- Klinik für Nuklearmedizin
(4) Im Zentrum sind die für die Notfallversorgung erforderlichen Einrichtungen (Intensivbehandlung, Notfalllabor, Transfusionsmedizin, konventionelle Röntgendiagnostik und Sonographie; CT oder MRT) vorzuhalten. Die weiteren Anforderungen unter Abs. 3 können auch durch Kooperationen mit für die Versorgung von GKV-Patienten zugelassenen Institutionen oder Vertragsärzten nachgewiesen werden, sofern die in Abs. 3 definierten Anforderungen an die Verfügbarkeit und Erreichbarkeit erfüllt werden. Für jede kooperierende Einrichtung ist ein Ansprechpartner zu benennen.
(5) Das Zentrum ist zur Teilnahme an der Referenzdiagnostik und zum Versand von Untersuchungsmaterial entsprechend den Vorgaben in den Studienprotokollen gemäß § 6 Abs. 1 verpflichtet, sofern der Patient an den entsprechenden Studien teilnimmt.
(6) Das Zentrum bietet die Möglichkeit zur Weiterbildung im Schwerpunkt für Kinder-Hämatologie und -Onkologie an. Die Fortbildungsverpflichtung für Fachärzte im Krankenhaus bleibt davon unberührt. Das Zentrum ermöglicht regelmäßige Treffen der Studiengruppen der entsprechenden Therapieoptimierungsstudien. Das Zentrum muss für Treffen der Studiengruppen, an denen es beteiligt ist, Ärzte zur Teilnahme freistellen. Daraus resultierende finanzielle Mehraufwendungen sind gemäß § 17b KHG zu berücksichtigen.


§ 6
Teilnahme an Maßnahmen zur Sicherung der Ergebnisqualität
(1) Wenn immer möglich, ist dem Patienten bzw. seinen Erziehungsberechtigten die Behandlung unter Teilnahme an einer Therapieoptimierungsstudie zu empfehlen, die auf Beschluss einer deutschen pädiatrisch-hämato-onkologischen Fachgesellschaft, die Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) ist, unterstützt wird. Das Zentrum ist im Rahmen der Therapieoptimierungsstudien zur regelmäßigen Dokumentation und Berichterstattung der Diagnostik und Therapie an die Studienleitung angehalten.
(2) Die Zentren sind zur regelmäßigen Meldung neu erkrankter Patienten mit pädiatrisch-hämato-onkologischen Diagnosen entsprechend Anlage 1 Liste 1 an das Kinderkrebsregister am Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) des Universitätsklinikums Mainz verpflichtet.
(3) Um die Dokumentation für Therapieoptimierungsstudien und Qualitätssicherung, das protokollgerechte Management der Biomaterial- und Bilddatenlogistik sowie die Kodierung amtlicher Diagnosen und Prozeduren zeitgerecht zu gewährleisten, ist qualifiziertes Personal in ausreichendem Umfang vorzuhalten. Daraus resultierende finanzielle Mehraufwendungen sind gemäß § 17b KHG zu berücksichtigen.


§ 7
Nachweisverfahren
(1) Der Nachweis über die Erfüllung der Voraussetzungen gemäß §§ 4, 5 und 6 ist gegenüber den Krankenkassen vor Ort im Rahmen der jährlichen Pflegesatzverhandlungen in Form der Checkliste gemäß Anlage 2 dieser Vereinbarung – bis spätestens 30. 9. eines Jahres, erstmals im Jahr 2007 – zu führen.
(2) Sämtliche Unterlagen, die notwendig sind, um die Richtigkeit der Angaben in der Checkliste beurteilen zu können, sind bei Prüfungen dem Medizinischen Dienst der Kran­ken­ver­siche­rung (MDK) vor Ort vorzulegen.
(3) Erfüllt eine Einrichtung die Anforderungen gemäß §§ 4, 5 und 6 nicht, so ist sie verpflichtet, diese innerhalb eines Jahres nach In-Kraft-Treten der Vereinbarung zu erfüllen und glaubhaft nachzuweisen. Abweichend hiervon sind die Anforderungen, die gemäß § 4 Abs. 1 und 4 zum 1. 1. 2009 zu erfüllen sind, spätestens bis zum 31. 12. 2008 nachzuweisen.
(4) Fachliche Voraussetzungen gemäß § 4 dieser Vereinbarung sind gegebenenfalls durch Vorlage der Urkunde bzw. sonstiger Nachweise über die Berechtigung zum Führen der genannten Bezeichnungen nachzuweisen.“

Diese Vereinbarung tritt am 1. Januar 2007 in Kraft.

Siegburg, den 16. Mai 2006

Gemeinsamer Bundes­aus­schuss
gemäß § 91 Abs. 7 SGB V
Der Vorsitzende
Polonius

Protokollnotiz:
Die Partner dieser Vereinbarung haben beschlossen, die pädiatrisch-hämato-onkologische Versorgungsqualität in Deutschland untersuchen zu lassen. Nach Vorliegen der Untersuchungsergebnisse, spätestens 2 Jahre nach In-Kraft-Treten dieser Vereinbarung, ist gemeinsam über den Änderungsbedarf der Vereinbarung zu verhandeln.


Anlage 1
Diagnosen der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie nach ICD-10-GM Version 2006

Hinweis:
Onkologisch-hämatologische Hauptdiagnosen (gemäß Liste 1):
Diese Krankheiten müssen in den Zentren für pädiatrisch-hämatologisch-onkologische Versorgung behandelt werden.
Nicht onkologisch-hämatologische Hauptdiagnosen (gemäß Liste 2):
Diese Krankheiten müssen dann in einem Zentrum für pädiatrisch-hämato-onkologische Versorgung behandelt werden, wenn sie in unmittelbarer Beziehung zu einer onkologisch-hämatologischen Diagnose (gemäß Liste 1), die als Nebendiagnose verschlüsselt wurde, stehen.
Onkologisch-hämatologische Hauptdiagnosen (Liste 1) --> siehe PDF-Version
Nicht onkologisch-hämatologische Hauptdiagnosen (Liste 2) --> siehe PDF-Version

Anlage 2

Checkliste zur Abfrage der Qualitätskriterien zur Vereinbarung über Maßnahmen zur Qualitätssicherung für die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit hämato-onkologischen Krankheiten gemäß § 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 2 vom 16. Mai 2006

Selbsteinstufung:

Die medizinische Einrichtung_____________in _____________
erfüllt die Voraussetzungen für die pädiatrisch-hämato-onkologische Versorgung:

Allgemeine Hinweise:

Mit „Zentrum“ ist das Zentrum für pädiatrisch-hämato-onkologische Versorgung entsprechend § 1 Abs. 2 der Vereinbarung gemeint. Auf dieses Zentrum sind alle Angaben zu beziehen.
Sämtliche Unterlagen, die notwendig sind, um die Richtigkeit der Angaben in der Checkliste beurteilen zu können, sind bei Prüfungen dem Medizinischen Dienst der Kran­ken­ver­siche­rung (MDK) vor Ort vorzulegen.

1 Ärztliches Personal

1.1 Facharztqualifikation mit Anerkennung für den Schwerpunkt
Fachärzte für Kinder und Jugendmedizin
(Hinweis: Einem Zentrum müssen der fachlich leitende Arzt und mindestens ein (zwei ab 1. 1. 2009) weiterer vollzeitig tätiger Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin angehören, die über die Anerkennung für den Schwerpunkt „Kinder-Hämatologie und -Onkologie“ verfügen. Bis zum jeweiligen In-Kraft-Treten der Musterweiterbildungsordnung des Jahres 2004 der BÄK im Bereich der für das Zentrum zuständigen Ärztekammer genügt anstelle der Schwerpunktanerkennung „Kinder-Hämatologie und -Onkologie“ der Nachweis einer ganztägigen, zweijährigen ärztlichen Tätigkeit nach Erhalt der Facharztanerkennung in einer Einrichtung mit pädiatrisch-hämato-onkologischem Schwerpunkt.)
Die personellen Anforderungen an Anzahl und Qualifikation der Fachärzte sind erfüllt: m ja   m nein

Begründung, falls die Anforderung zur ärztlichen Besetzung und Weiterbildung nicht bzw. nicht vollständig erfüllt wird:
1.2 Visiten- und Rufdienst
Täglicher Visitendienst des Zentrums, durch einen Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in der Weiterbildung zum oder mit Anerkennung für den Schwerpunkt „Kinder-Hämatologie und
-Onkologie“: m vorhanden   m nicht vorhanden
Einrichtung eines eigenständigen und bei Bedarf spätestens innerhalb einer Stunde vor Ort verfügbaren, ärztlichen Rufdienstes des Zentrums, der zu jeder Zeit mindestens durch einen Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in der Weiterbildung zum oder mit Anerkennung für den Schwerpunkt „Kinder-Hämatologie und -Onkologie“ sichergestellt wird:
m vorhanden   m nicht vorhanden

Begründung, falls die Anforderungen zum eigenen Visiten- und Rufdienst nicht bzw. nicht vollständig erfüllt werden:
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2 Pflegedienst

2.1 Fachliche Qualifikation
Gesundheits- und Kinderkrankenpflegende des Zentrums
Der Pflegedienst besteht in der Regel aus Gesundheits- und Kinderkrankenpflegenden: m ja   m nein
Davon haben mindestens zwei Gesundheits- und Kinderkrankenpflegende eine Fachweiterbildung in der Onkologie:
m ja   m nein
Alternativ zur Fachweiterbildung in der Onkologie können Gesundheits- und Kinderkrankenpflegende bis zum 31. 12. 2008 eine mindestens fünfjährige Erfahrung in der Pädiatrischen Hämatologie und Onkologie nachweisen: m ja   m nein
In jeder Schicht ist im Zentrum eine Besetzung von mindestens zwei (bis 31. 12. 2008 nachts auch einem) Gesundheits- und Kinderkrankenpflegenden gewährleistet: m ja   m nein

Begründung, falls die Anforderung zur pflegerischen Besetzung nicht bzw. nicht vollständig erfüllt wird:
3. Andere Professionen
3.1 Multiprofessionelles Team
Das multiprofessionelle Team besteht mindestens aus dem Ärztlichen Dienst, Pflegedienst und Psychosozialdienst und, soweit erforderlich, aus dem Diät-/Ernährungsdienst und Physio-/
Ergotherapeuten: m erfüllt   m nicht erfüllt
Es besteht eine enge und strukturierte Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team, deren Ergebnisse dokumentiert sind. m erfüllt   m nicht erfüllt

Begründung, falls die Anforderung zum multiprofessionellen Team nicht bzw. nicht vollständig erfüllt wird:
3.2 Psychosozialdienst
Er besteht aus Mitarbeitern des
- psychologisch-psychotherapeutischen Bereiches
m erfüllt   m nicht erfüllt
- und des sozialpädagogisch-sozialarbeiterischen Bereiches
m erfüllt   m nicht erfüllt

Begründung, falls die Anforderung zum Psychosozialdienst nicht bzw. nicht vollständig erfüllt wird:
4. Anforderungen an Organisation und Infrastruktur
4.1 Abteilungsinterne Besprechungen, Tumorkonferenzen
Jeder Patient wird in einer abteilungsinternen Besprechung im multiprofessionellen Team vorgestellt und die Behandlung strategisch festgelegt. m ja   m nein
Falls der Patient von mehreren Fachdisziplinen betreut werden muss, wird er auch in einer interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt: m ja   m nein
Das Ergebnis der interdisziplinären Tumorkonferenz wird dokumentiert: m ja   m nein

4.2 Information an hausärztlichen Vertragsarzt
Das Zentrum informiert den hausärztlichen Vertragsarzt regelmäßig über die Behandlung seiner Patienten: m ja   m nein
Nach Abschluss der tumorspezifischen Therapie im Zentrum erhält der hausärztliche Vertragsarzt einen spezifischen patientenbezogenen Nachsorgeplan, der alle notwendigen Aspekte der Betreuung berücksichtigt: m ja   m nein

4.3 Anforderungen an Einrichtungen und Dienstleistungen

Nachfolgende Einrichtungen sind jederzeit für die Versorgung dienstbereit:
- Einrichtung zur Intensivbehandlung für pädiatrische Patienten, die ohne Patiententransport außerhalb des klinikeigenen Geländes erreichbar ist (mit Möglichkeit zur maschinellen Beatmung und akuten Nierenersatzverfahren; sowie Blutaustausch oder Leukapherese): m ja   m nein
- Dem technischen Fortschritt entsprechende bildgebende Diagnostik mit Möglichkeit zu Untersuchungen in Narkose/Sedierung (erreichbar ohne Patiententransport außerhalb des klinikeigenen Geländes): m ja   m nein
- Labormedizin bzw. Klinisch-chemisches Labor m ja   m nein
- Transfusionsmedizin m ja   m nein
- Kinderchirurgie m ja   m nein
- Chirurgie m ja   m nein
- Neurochirurgie m ja   m nein

Nachfolgende Einrichtungen sind täglich dienstbereit:
- Apotheke mit zentraler, bei Bedarf täglich verfügbarer Zytostatikazubereitung m ja   m nein
- Institut für Mikrobiologie m ja   m nein
- Kardiologie m ja   m nein
- Nephrologie mit Dialyse m ja   m nein
- Internistische Hämatologie und Onkologie m ja   m nein

Nachfolgende Einrichtungen sind werktäglich dienstbereit:
- Hämatologisches Labor mit der Möglichkeit zu zytologischen Blut- und Knochenmarkuntersuchungen mit zytochemischen Spezialfärbungen m ja   m nein
- Institut für Pathologie m ja   m nein
- Krankenhaushygiene m ja   m nein
- Radiotherapie mit dem technischen Fortschritt entsprechenden radioonkologischen Verfahren m ja   m nein
- Orthopädie m ja   m nein
- Klinik für Nuklearmedizin m ja   m nein

4.4 Notfallversorgung
Die für die Notfallversorgung erforderlichen Einrichtungen (Einrichtung zur Intensivbehandlung, Notfalllabor, Transfusionsmedizin, konventionelle Röntgendiagnostik und Sonographie; CT oder MRT) werden im Zentrum vorgehalten: m ja   m nein

4.5 Kooperationen
Hinweis: Die weiteren Einrichtungen gemäß § 5 Abs. 3 der Vereinbarung können auch durch Kooperationen mit für die Versorgung von GKV-Patienten zugelassenen Institutionen oder Vertragsärzten nachgewiesen werden, sofern die in § 5 Abs. 3 definierten Anforderungen an die Verfügbarkeit und Erreichbarkeit erfüllt sind.

Für jede kooperierende Einrichtung ist ein Ansprechpartner zu benennen:
4.6 Referenzdiagnostik, Versand von Untersuchungsmaterial
Das Zentrum nimmt an der Referenzdiagnostik entsprechend den Vorgaben in den Studienprotokollen gemäß § 6 Abs. 1 der Vereinbarung teil, sofern der Patient an den entsprechenden Studien teilnimmt. m ja   m nein
Das Zentrum gewährleistet den Versand von Untersuchungsmaterial entsprechend den Vorgaben in den Studienprotokollen gemäß § 6 Abs. 1 der Vereinbarung, sofern der Patient an den entsprechenden Studien teilnimmt: m ja   m nein

4.7 Fort- und Weiterbildung
Das Zentrum bietet die Möglichkeit zur Weiterbildung im Schwerpunkt für Kinder-Hämatologie und Onkologie an:
m ja   m nein
Das Zentrum ermöglicht regelmäßige Treffen der Studiengruppen der entsprechenden Therapieoptimierungsstudien:
m ja   m nein
Das Zentrum stellt für Treffen der Studiengruppen, an denen es beteiligt ist, Ärzte zur Teilnahme frei: m ja   m nein
Begründung, falls die Anforderungen an Organisation und Infrastruktur nicht bzw. nicht vollständig erfüllt werden:
5. Teilnahme an Maßnahmen zur Sicherung der Ergebnisqualität
5.1 Wenn immer möglich, Empfehlung an den Patienten bzw. seine Erziehungsberechtigten zur Durchführung der Behandlung unter Teilnahme an einer Therapieoptimierungsstudie, die auf Beschluss einer Fachgesellschaft unterstützt wird, die Mitglied der AWMF ist: m ja   m nein
5.2 Regelmäßige Dokumentation und Berichterstattung der Diagnostik und Therapie an die Studienleitungen im Rahmen der Therapieoptimierungsstudien: m ja   m nein
5.3 Die Meldung neu erkrankter Patienten mit pädiatrisch-hämato-onkologischen Diagnosen entsprechend Anlage 1, Liste 1 an das Kinderkrebsregister am IMBEI des Universitätsklinikums Mainz erfolgt regelmäßig: m ja   m nein
5.4 Um die Dokumentation für Therapieoptimierungsstudien und Qualitätssicherung, das protokollgerechte Management der Biomaterial- und Bilddatenlogistik sowie die Kodierung amtlicher Diagnosen und Prozeduren zeitgerecht zu gewährleisten, wird qualifiziertes Personal in ausreichendem Umfang vorgehalten: m ja   m nein
Begründung, falls die Anforderungen Maßnahmen zur Sicherung der Ergebnisqualität nicht bzw. nicht vollständig erfüllt werden:
6. Unterschriften
Hiermit wird die Richtigkeit der obigen Angaben bestätigt:
Ort Datum Pflegedirektor des Krankenhauses
Ort Datum Geschäftsführer/Verwaltungsdirek- tor des Krankenhauses
Ort Datum Ärztlicher Leiter des Zentrums für pädiatrisch-hämato-onkologische Versorgung

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