ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2006Behandlung mit Heroin: Regelangebot gefordert

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Behandlung mit Heroin: Regelangebot gefordert

Dtsch Arztebl 2006; 103(33): A-2137 / B-1845 / C-1785

Bühring, Petra

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LNSLNS Bündnis 90/Die Grünen wollen Gesetzesänderung.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag fordert die Bundesregierung in einem Antrag auf, die gesetzlichen Voraussetzungen für die heroingestützte Behandlung Schwerstabhängiger zu schaffen. Modellprojekte hätten den Erfolg dieser Behandlungsform gegenüber der Methadonsubstitution nachgewiesen (siehe DÄ, Heft 14/ 2006 „Weg von der Straße“). Die mit dem Wirkstoff Diamorphin (Heroin) Behandelten zeigten einen besseren Gesundheitszustand, nahmen weniger andere illegale Drogen und begingen weniger kriminelle Delikte als die mit Methadon Versorgten. Die Heroinbehandlung ist als letzte Lösung für jene zehn bis 20 Prozent schwerst opiatabhängiger Patienten gedacht, die von den bestehenden Versorgungsangeboten nicht oder unzureichend erreicht werden.
Für die Aufnahme der Heroinbehandlung in das Regelangebot sind Änderungen von Betäubungsmittelgesetz und -verschreibungsverordnung sowie die Zulassung von Diamorphin als Arzneimittel notwendig. Die Grünen fordern daher eine Gesetzesänderung. Zudem soll die Bundesregierung darauf hinwirken, dass der Gemeinsame Bundes­aus­schuss so bald wie möglich über die Aufnahme der Heroinbehandlung als Kassenleistung entscheidet. PB
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