ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2006Impfungen: Empfehlungen wenig tragfähig
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LNSLNS Der Deutsche Ärztetag fordert die Ärztekammern auf zu prüfen, ob gegen Ärzte, die sich wiederholt und explizit gegen empfohlene Schutzimpfungen nach § 20 (3) Infektionsschutzgesetz (IFSG) aussprechen, berufsrechtliche Schritte eingeleitet werden können, da sie mit ihrem Verhalten gegen das Gebot der ärztlichen Sorgfalts- und Qualitätssicherungspflicht verstoßen. Dieser Beschluss ist aus mehreren Gründen bemerkenswert:
1. Er verstößt gegen das Grundgesetz (Art. 1 und Art. 2), indem er sowohl die Freiheit der Patienten und Eltern, als auch die Freiheit des ärztlichen Handelns missachtet.
2. Wissenschaftliche Erkenntnisse und die daraus folgenden Handlungsprinzipien ändern sich laufend. Man denke nur an die sich ständig ändernden deutschen Impfempfehlungen der STIKO. Europäische Impfempfehlungen widersprechen sich erheblich: Frankreich hat die Pflichtimpfung gegen BCG, Italien die gegen Hepatitis B.
3. Wie wenig tragfähig Impfempfehlungen sein können, zeigte sich kürzlich bei der Sechsfach-Impfung, die für alle Säuglinge gelten soll: Kürzlich musste bekanntlich der Impfstoff Hexavac® vom Markt genommen werden.
4. Ungeklärte Todesfälle bei Säuglingen nach Sechsfachimpfung harren noch heute der Aufklärung.
5. Das kollegiale Verhalten wird missachtet, in „Augenhöhe“ mit dem Kollegen zu sprechen.
6. Der Beschluss des Ärztetages setzt voraus, dass impfkritische Ärzte sich nachlässig hinsichtlich der Gesundheit ihrer Patienten verhalten und daher ein obrigkeitlicher Handlungsbedarf bestehe. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Vom Tisch gefegt werden epidemiologische Bedenken, dass die jetzige Impfpolitik nicht zur Eradikation führe, sondern in 15 bis 20 Jahren zu dramatischen Konsequenzen für eine ganze Generation Geimpfter: Zum Beispiel könnte es sein, dass es wieder Neugeborenen-Masern oder Masern bei Menschen im höheren Lebensalter gibt.
Dr. Karl-Reinhard Kummer, Posseltstraße 7, 76227 Karlsruhe
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