ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2006Interview: Antworten auf zukünftige Fragen
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LNSLNS Das Interview mit den Vorsitzenden von Bundes­ärzte­kammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung ist ein erschütterndes Dokument des Niedergangs eines ganzen Berufsstandes infolge des Komplettversagens seiner – vermeintlichen – Vertreter. Unbestreitbarer Fakt ist: Der Arztberuf in Deutschland ist kaputt. Deutsche Ärzte wandern in Scharen ins Ausland ab, „42 Prozent der Medizinstudiums-Absolventen gehen nicht in die kurative Versorgung“ (Zitat Hoppe), „die Vertragsärzte haben keine angemessene Vergütung mehr“ (Zitat Köhler), „heute bietet die Niederlassung keine Perspektive mehr“ (Köhler), „seit 1982 haben wir eine Budgetierung in der ambulanten Versorgung“ (Hoppe), „die Niedergelassenen sind seit mehr als 20 Jahren diejenigen, die weniger bekommen als andere Berufsgruppen“ (Köhler), „man hätte die Diskussion schon vor zehn Jahren beginnen müssen“ (Köhler). Die Schuld an den desaströsen Verhältnissen im Bereich der Niedergelassenen tragen ganz klar die Funktionäre der KVen . . . Essenzielles Ziel der Ärzteproteste muss es daher sein, die Institution der KVen zu schleifen . . . Im Übrigen kann man nur raten, dieses Interview aufzubewahren. In ihm sind eindrucksvoll die Antworten auf die demnächst kommenden Fragen, warum es denn in Deutschland zu wenig Ärzte gebe und wie es denn zu diesem Zustand habe kommen können, wo doch jeder gewusst hat, dass die Gesellschaft immer älter und entsprechend mehr medizinische Behandlung nötig sein wird, festgehalten.
Wolfgang Küster,
Darmstädter Straße 1
64354 Reinheim/Odw.
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