ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2006Mortalität bei Leberzirrhose im Krankenhaus unverändert hoch

MEDIZIN: Referiert

Mortalität bei Leberzirrhose im Krankenhaus unverändert hoch

Dtsch Arztebl 2006; 103(33): A-2176 / B-1881 / C-1818

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LNSLNS In England ist die Rate an Todesfällen in Folge einer Leberzirrhose und deren Komplikationen in den vergangenen 35 Jahren um den Faktor 3 gestiegen. Parallel dazu ist der Alkoholkonsums gestiegen. Die Autoren berichten über eine Studie an 8 192 stationär behandelten Patienten, die hinsichtlich tödlicher Komplikationen von Leberzirrhose in den Jahren 1968 bis 1999 analysiert wurden. 30 Tage nach stationärer Aufnahme waren 15,9 Prozent der Patienten mit Leberzirrhose gestorben, die Mortalitätsrate lag um den Faktor 93 höher als in der Allgemeinbevölkerung. Im Laufe des nächsten Jahres nach der stationären Krankenhausbehandlung starben 33,6 Prozent der Patienten, wobei sich trotz des medizinischen Fortschritts die Mortalitätsraten zwischen 1968 bis 1999 nicht änderten. Besonders ungünstig war die Prognose der alkoholischen Zirrhose, deutlich besser dagegen die von biliärer Zirrhose und chronischer Hepatitis. Somit gilt die Leberzirrhose als ein Krankheitsbild mit ausgesprochen schlechter Prognose ohne wesentlichen therapeutischen Fortschritt. w

Roberts SE, Goldacre MJ, Yeates D: Trends in mortality after hospital admission for liver cirrhosis in an English population from 1968 to 1999. Gut 2005; 54: 1615–21.

E-Mail: Stephen.e.roberts@swansea.ac.uk

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