ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2006Betablocker bei portopulmonalem Hochdruck kontraindiziert

MEDIZIN: Referiert

Betablocker bei portopulmonalem Hochdruck kontraindiziert

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LNSLNS Patienten mit Leberzirrhose haben in 0,6 bis 2,0 Prozent der Fälle neben einem Pfortaderhochdruck auch eine portopulmonale Hypertonie. Zur Senkung des Pfortaderdrucks und zur Vermeidung einer Ösophagusvarizenblutung werden häufig Betablocker eingesetzt, die jedoch bei Patienten mit gleichzeitig vorliegendem portopulmonalem Hochdruck zu einer signifikanten Verschlechterung der Belastbarkeit führen.
So nahm das Herzminutenvolumen bei diesen Patienten um 28 Prozent ab. Nach Absetzen der Betablocker stieg nicht nur die Herzfrequenz um 25 Prozent an, parallel dazu stieg die Belastbarkeit, gemessen an der Wegstrecke, um 79 Meter. Der pulmonale Gefäßwiderstand ging um 19 Prozent zurück.
Die Autoren folgern aus ihren Untersuchungen, dass bei Patienten mit einer portopulmonalen Hypertonie der Einsatz von Betablockern kontraindiziert ist. w

Provencher S, Herve P, Jais X et al.: Deleterious effects of b-blockers on exercise capacity and hemodynamics in patients with portopulmonary hypertension. Gastroenterology 2006; 130: 120–6.

E-Mail: streeveprovencher@hormail.com

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