ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2006Medizingeschichte(n): Medizinische Ethik – Aktuelles Gelöbnis der Ärzte

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Medizingeschichte(n): Medizinische Ethik – Aktuelles Gelöbnis der Ärzte

Schott, H.

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LNSLNS Zitat: „Für jeden Arzt gilt folgendes Gelöbnis:
Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand gelobe ich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen.
Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben.
Die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit meiner Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein.
Ich werde alle mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod des Patienten hinaus wahren.
Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrechterhalten und bei der Ausübung meiner ärztlichen Pflichten keinen Unterschied machen weder nach Religion, Nationalität, Rasse noch nach Parteizugehörigkeit oder sozialer Stellung.
Ich werde jedem Menschenleben von der Empfängnis an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden.
Ich werde meinen Lehrern und Kollegen die schuldige Achtung erweisen. Dies alles verspreche ich auf meine Ehre.“

(Muster-)Berufsordnung für die deutschen Ärztinnen und Ärzte – MBO-Ä 1997 – (Ausschnitt). In: Dtsch Arztebl 1997; 94: A 2354–2360. – Rechtlich verbindlich ist das Gelöbnis nur im Kontext der Satzungen der einzelnen (Landes)Ärztekammern. Es geht auf die Deklaration von Genf (1948) durch den Weltärztebund (World Medical Association) zurück, die nach der Katastrophe von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg bewusst eine Rückbesinnung auf die Grundsätze der ärztlichen Ethik anstrebte. Diese Deklaration gilt als moderne Fassung des hippokratischen Eides und bildet ab 1950 – in geringfügiger Änderung – die Präambel der Berufsordnung für die in der Bundesrepublik Deutschland praktizierenden Ärzte.

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