ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2006Privathaftpflicht: Extraklausel für Tagesmütter

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Privathaftpflicht: Extraklausel für Tagesmütter

rco

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LNSLNS Wer gegen Bezahlung Kinder betreut, für den reicht der Basistarif der Privathaftpflichtversicherer meist nicht aus. Denn eine berufliche Kinderbetreuung ist darin in der Regel nicht versichert. Notwendig ist vielmehr eine Zusatzleistung, die gesondert versichert werden muss. Anderenfalls ist die Tagesmutter nicht abgesichert, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt und dem Kind etwas passiert.
Die Kinderbetreuung gilt als berufliche Tätigkeit, wenn jemand Kinder regelmäßig und langfristig beaufsichtigt und so zumindest einen Teil seines Lebensunterhalts verdient. Eine Einkommensgrenze lässt sich dabei nur schwer ziehen. Erhält etwa eine Großmutter 100 Euro monatlich dafür, dass sie zwei Tage in der Woche auf ihre Enkel aufpasst, so zählt das nicht als berufliche Tätigkeit. Gleiches gilt für eine Babysitterin, die ihr Taschengeld aufbessert. Verdient eine Tagesmutter allerdings einige Hundert Euro im Monat, braucht sie in der Regel den Zusatzschutz. Tagesmütter (oder auch -väter) erfahren beim Versicherer, wo die Grenze liegt. Sollten sie dabei feststellen, dass der Schutz nicht reicht, sollten sie mit dem Versicherer über neue Bedingungen sprechen oder den Anbieter wechseln. rco

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