ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2006Vertragsärztliche Vergütung: Der große Schnitt ins Honorar
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LNSLNS Die KBV „hat ihre Hausaufgaben gemacht“ – wer hat sie ihr denn wohl aufgegeben? Also demnächst: Diagnoseverschlüsselung und Verschlüsselungskunst wie im Krankenhaus. Bei der Honorarberechnung dann Basisfallwert × Morbifaktor 1 × . . . × Morbifaktor n; Morbifaktoren vorher durch Groupersystem pressen; resultierenden Wert zum praxisspezifischen Basisfallwert transformieren, indikationsbezogene Fallpauschalen addieren, abstaffeln nach Praxisfallzahl 1 . . . Praxisfallzahl n, Rest auszahlen. „Der große Schnitt“ – ins Honorar – gelungen. Übereinstimmung mit Politik „verblüffend“. Welcher Kassenarzt will da noch bei der Honorarabrechnung mitreden? Widersprüche elegant eliminiert. Welchem Basiskostenträger (Patient) kann man ein solches Leistungsbewertungssystem noch erklären? Kontrolle der Arztrechnung durch Kunde Patient gleichfalls eliminiert. Dafür Geblödel von Markt und Wettbewerb verstärkt. Nebenher bleibt das Medikamentenbudget erhalten, und – aufgepasst! – ein Budget für veranlasste Leistungen wird neu eingeführt. Neben der Therapiefreiheit werden damit auch die diagnostischen Möglichkeiten endlich kontrolliert . . .
Dr. med. Dieter Huelsekopf,
Werner Straße 96, 59368 Werne
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