ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2006Öl für Kuba: Ärzte als Arbeitssklaven
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Foto: dpa
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Richtigerweise sprechen Sie an, dass durch die Entsendung Tausender kubanischer Ärzte in Kuba ein akuter Ärztemangel entstanden ist. Nicht erwähnt lassen Sie aber den noch viel schlimmeren Effekt, dass darüber hinaus unsere kubanischen Kollegen von Castro, wie schon zuvor im südlichen Afrika (Südafrika, Namibia, Angola), wiederum als Arbeitssklaven vermietet werden. (Sie erhalten zurzeit nach Auskunft meiner Kollegen in La Habana umgerechnet etwa 50 US-Dollar pro mes [die Differenz zu dem, was Castro den Venezolanern berechnet, wird mit Öl entgolten], ein Lohn, für den deutsche Ärzte sicherlich auch gern nach Venezuela gingen . . .? Für Kubaner allerdings gar fürstlich, denn in Kuba selbst beträgt der Monatslohn immerhin umgerechnet etwa 15 US-Dollar pro mes für Chefärzte.) Im Lancet erschien bereits 1996 ein erschütternder Bericht eines kubanischen Arztes, der die Lebensbedingungen der versklavten Kubaner in Namibia offen legte, und, wie dann der Economist ebenfalls berichtete, dass viele die sich ihnen durch die Verschickung bietende Gelegenheit zur Flucht nutzten . . . Da sie gut ausgebildet sind, werden sie – so denn die Flucht gelingt – in Ländern wie der Schweiz, Spanien etc. mit Kusshand empfangen. Fazit: Was soll man von medizinischer Unterstützung halten, die auf moderner Versklavung von Ärzten basiert? Eine eigennützige Hilfe Castros und seines Terrorsystems zum Export seiner diktatorischen „Revolution“, und zum Import von Devisen . . .
E. Schaffner, MD, 8 Ponderosa Place, Lugarno, Sydney, NSW, Australien
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