ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2006Öl für Kuba: Ein anderes Bild
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LNSLNS Es ist mir unverständlich, wie dieser Artikel im DÄ erscheinen konnte, der dazu dient, den Sozialismus à la Chávez in Venezuela zu verherrlichen. Mein Aufenthalt im November/Dezember 2005 in Venezuela hat mir ein anderes Bild dieses Landes und des Diktators Chávez vermittelt. Die Entsendung von ca. 15 000 kubanischen Ärzten zum Aufbau eines Gesundheitssystems in den Slums, z. B. Barrio Adentro, dient lediglich zur Stabilisierung des Diktators Chávez. Die Entsendung der kubanischen Ärzte erfolgt gegen den Widerstand der venezolanischen Ärzte. Die kubanischen Kollegen werden von Chávez mit ca. 1 000 Dollar für den Einsatz zum Aufbau von sozialistischen Polikliniken und Versorgungszentren à la Kuba gut bezahlt, während höher qualifizierte venezolanische Ärzte und Professoren an den staatlichen Kliniken nur ca. 400 Dollar monatlich verdienen dürfen. Chávez will mithilfe von Castro seinen Sozialismus in Venezuela stabilisieren, weil durch gute medizinische Versorgung – wie im Artikel beschrieben – in den Barrios Wahlen gewonnen werden. Chávez plant, die alte medizinische Elite an den Universitäten zum Auswandern zu bringen oder ihre wirtschaftliche Existenz der Privatpraxis zu unterminieren bzw. zu eliminieren. Insbesondere in den neuen Bundesländern liegen schmerzliche Erfahrungen vor, was es heißt, den Sozialismus nur über gute medizinische Prävention und Versorgung der Menschen zu begründen bei Aufgabe aller bürgerlichen Freiheiten und Rechte . . .
Dr. med. Karl Ditzler, Schauinslandstraße 12,
79189 Bad Krozingen
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