Supplement: PRAXiS

Gesundheitskarte: Chefsache

Dtsch Arztebl 2006; 103(36): [1]

Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Um die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist es ruhig geworden. Warum? Weil immer noch nichts läuft in den Testregionen, kritisieren die einen. Weil intensiv an den Vorbereitungen für die Feldtests gearbeitet wird, meinen die anderen. Dr. Klaus Theo Schröder, Staatssekretär im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium, gehört zu Letzteren und setzt auf die Eigendynamik des Projekts. „Je stärker wir in die operative Phase kommen, desto mehr wird sich die Geschwindigkeit erhöhen“, sagte er bei einer Gesprächsrunde zur eGK in Düsseldorf. Von den Testverläufen wird letztlich abhängen, ob die neue Technologie akzeptiert wird. Wesentliche Akzeptanzkriterien für die Ärzte sind die Verbesserung ihrer Arbeitsprozesse und eine Verringerung des bürokratischen Aufwands. Erst die Tests werden zudem solide Kostenkalkulationen ermöglichen. So blickt alles gespannt auf die reale Testphase, denn von dieser hängt viel ab – nicht zuletzt im Hinblick auf die geplante Gesundheitsreform. Schließlich sei die eGK ein wesentliches Werkzeug, um neue sektorübergreifende Versorgungskonzepte umzusetzen und Prozesse zu verändern, betonte Schröder. Presseberichten zufolge will jetzt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel die eGK zur Chefsache machen, wie das viele Projektbeteiligte seit langem fordern. Noch im September will sie mit Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt und Vertretern der Krankenkassen erörtern, wie die Einführung der eGK beschleunigt werden kann. Heike E. Krüger-Brand
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