ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2006Palliativmedizin: KBV stellt Konzept vor

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Palliativmedizin: KBV stellt Konzept vor

Merten, Martina

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Die sektorübergreifende Zusammenarbeit soll die ambulante Versorgung Schwerstkranker verbessern. Foto: ddp
Die sektorübergreifende Zusammenarbeit soll die ambulante Versorgung Schwerstkranker verbessern. Foto: ddp
Vertragsentwurf definiert Wege zur Versorgung Schwerstkranker.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ein Versorgungskonzept zur Palliativmedizin erstellt. Der auf der Grundlage von § 73 SGB V ausgearbeitete Vertragsentwurf zielt auf eine Verbesserung der ambulanten Palliativversorgung schwerstkranker Patienten in der letzten Lebensphase. Gleichzeitig soll die Förderung der palliativen Versorgung Krankenhauseinweisungen reduzieren und dadurch Kosten sparen.
Nach den Vorstellungen der KBV koordiniert der behandelne Vertragsarzt die Basisversorgung, das heißt, er kümmert sich beispielsweise um die Verlegung des Patienten vom Krankenhaus nach Hause, um regelmäßige Hausbesuche, die Schmerztherapie und die Anleitung der Angehörigen. Darüber hinaus hilft er, falls erforderlich, bei der Vermittlung ambulanter Hospizdienste, Pflegedienste oder Physiotherapeuten. Der Vertragsarzt kooperiert mit einem qualifizierten Palliativarzt, der ihn unter anderem in Fragen der Schmerzbehandlung berät und 24 Stunden rufbereit ist.
Am Vertrag teilnahmeberechtigt sind Vertragsärzte und Fachärzte, die sich palliativmedizinisch fortgebildet haben oder Erfahrungen in der Betreuung Schwerstkranker aufweisen. Qualifizierte Palliativärzte, die am Vertrag teilnehmen, müssen beispielsweise entweder eine Zusatzweiterbildung Palliativmedizin absolviert haben oder mindestens ein Jahr lang im Hospiz tätig gewesen sein. Die Kassenärztlichen Vereinigungen überprüfen die Qualifikationen und genehmigen die Teilnahme.
KBV-Vorstand Dr. med. Andreas Köhler appellierte anlässlich der Präsentation des Entwurfs an die Krankenkassen, das Konzept aufzugreifen. Ohne das Mitwirken der Kassen sei eine engere Kooperation mit den Pflegeberufen und den Krankenhäusern in Form von Integrationsverträgen per Gesetz nicht möglich. MM
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