ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2006Gesundheitsfonds: Ein bisschen geht nicht

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Gesundheitsfonds: Ein bisschen geht nicht

Dtsch Arztebl 2006; 103(37): A-2341 / B-2033 / C-1957

Rieser, Sabine

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Foto: Caro
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Ein Gesundheitsfonds nach dem Vorbild der Niederlande wird in Deutschland nur funktionieren können, wenn er aus verschiedenen Finanzquellen gespeist wird. Allein Gelder aus der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) einzubeziehen ist nicht sinnvoll. Das haben Prof. Dr. Jürgen Wasem, Dr. Stefan Greß und Maral Manouguian von der Universität Duisburg-Essen in einer Studie für die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung festgestellt.
Sie geben zu bedenken, dass die jüngste Reform in den Niederlanden auf vergleichsweise wenig Widerstand gestoßen ist. Private und gesetzliche Krankenversicherer hatten sich bereits angenähert, die Leistungserbringer waren kaum betroffen. Negative Effekte auf die Einkommen oder den Staatshaushalt wurden vermieden. Hierzulande sei die Situation „deutlich verfahrener“.
Als mögliche Kompromisslinie bezeichnen die Wissenschaftler den Einbezug weiterer Einkommensarten in die GKV, die Beteiligung der privaten Krankenversicherer am Risikostrukurausgleich und eine Angleichung der Vergütungsniveaus: „Das bedeutet gleichzeitig, dass die Vergütungen für GKV-Versicherte steigen und für PKV-Versicherte sinken.“ Rie
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