ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2006Einkommen: Nicht mehr als A 12
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LNSLNS . . . Dass unser Gesundheitssystem zunehmend durch kapitalistische Machenschaften und Lohndumping imponiert, sollten Ihre Autoren ebenso wachsam verfolgen wie die „drohende Staatsmedizin“ an die Wand zu malen. Es ist grotesk: Dass zunehmend ärztliche Kollegen im staatlichen Gesundheitssystem in Großbritannien arbeiten und dort deutlich mehr Geld verdienen als hier, wird unzureichend „wahrgenommen“. Wenn ich als nunmehr 60-Jähriger mein Einkommen mit Freunden in Justiz, Verwaltung und Bundeswehr vergleiche, so bin ich nicht über A 12 hinausgekommen (weniger als das damalige Einstiegsgehalt). Ich will hier nicht jammern, A 12 ist ein ganz ordentliches Gehalt, doch dass ich durch ISO-Zertifizierung, Datenverarbeitung und Weiterbildung aus diesem Gehalt noch zu den Praxiskosten dazuschießen muss, ist ein Skandal, der im DÄ zu wenig thematisiert wird. Wenn für mich mein Beruf nicht gleichzeitig mein Hobby wäre, wäre meine Situation unerträglich und der Burn-out unausweichlich.
Dr. med. Michael A. Ullmann, Karlstraße 6,
86150 Augsburg
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