ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2006Bandscheibenvorfall: Kein Unfall

Versicherungen

Bandscheibenvorfall: Kein Unfall

Dtsch Arztebl 2006; 103(37): [83]

Buner, Wiebke

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LNSLNS Bei einem Bandscheibenschaden kann eine private Unfallversicherung ihre Haftung für den Fall ausschließen, dass der Gesundheitsschaden „nicht überwiegend auf ein Unfallereignis zurückzuführen ist“. In dem vor dem Oberlandesgericht Hamm verhandelten Fall war es dem Versicherten nicht gelungen nachzuweisen, dass sein Bandscheibenschaden „überwiegend“ durch den Unfall eingetreten sei. Ein Gutachter hatte der Versicherung bestätigt, dass es auch ohne den Unfall „jederzeit zu einem Vorfall hätte kommen können“, weil bereits eine deutliche degenerative Veränderung der Wirbelsäule vorgelegen habe. Das Unfalltagegeld und eine Rente gab es deshalb nicht, nachdem der Mann einen 40 Kilogramm schweren Sack vor der Brust getragen, auf einer Treppe gestolpert und dann „im Bereich des Steißbeins auf die Treppe aufgetroffen“ war. Eine „gesunde Bandscheibe“, so der Sachverständige, wäre dadurch „nicht zu erschüttern“ gewesen (Az.: 20 U 135/05). WB
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