ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2006Antidepressiva: Methodische Probleme

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Antidepressiva: Methodische Probleme

Dtsch Arztebl 2006; 103(38): A-2432

Bühring, Petra

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Foto: Vario Images
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Die Leitlinie der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) zur Therapie der Depression ist in einer zweiten erweiterten und aktualisierten Auflage erschienen. Sie soll als von der Pharmaindustrie unabhängige Orientierung für die hausärztliche Versorgung dienen.
Methodische Probleme erschwerten die Beurteilung des Nutzens von Wirkungen und Nebenwirkungen von Antidepressiva, erklärte der AkdÄ-Vorsitzende Prof. Dr. med. Bruno Müller-Oerlinghausen. Viele Studien wiesen nur kurze Behandlungszeiträume und kleine Patientenkollektive auf; positive Studien würden zudem bevorzugt publiziert. Wichtige krankheitsrelevante Kriterien, wie die Suizidrate oder Sterblichkeit, würden außerdem in klinischen Studien bislang kaum berücksichtigt. Besonders beklagenswert sei die schlechte Datenlage für die Nutzen-Risiko-Bewertung einer medikamentösen Therapie bei depressiven Kindern und Jugendlichen. „Wir versuchen unter kritischer Wertung der Literatur Empfehlungen auch dort zu geben, wo die Datenlage nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin nicht eindeutig ist“, betonte Müller-Oerlinghausen. Die Therapieempfehlung zur Behandlung der Depression kann gegen eine Schutzgebühr von acht Euro bei der AkdÄ, Herbert-Lewin-Platz 1, 10623 Berlin, Fax: 0 30/40 04 56-5 55, bestellt werden. pb
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