ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2006Alte Reflexe: Erst das Geld
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Wie pervers inzwischen Teile unserer gesellschaftspolitischen Landschaft geworden sind, wird im Artikel von Sabine Rieser deutlich. Das Geld, das man bei den Schwangerschaftsabbrüchen spart, könnte man zur Förderung der künstlichen Befruchtung verwenden. Hallo? Woran liegt es, dass dieses Thema nicht zur Ruhe kommt? Vielleicht weil tatsächlich die Grundsatzfragen nicht geklärt sind. Unabhängig von jeder Moralvorstellung oder religionspolitischen Orientierung setzen auch wir sonst so wissenschaftlich orientierten Ärzte uns über diese ungeklärten Fragen hinweg: Wo ist der wissenschaftliche Nachweis darüber, wann menschliches Leben beginnt? Warum Mensch in der 13. SSW, Zellhaufen in der 11. SSW? Was, wenn in zehn Jahren nachweisbar ist, es war doch ein Mensch, von Anfang an? Sagen wir dann unseren Kindern und Schülern: Wir dachten, es wäre so in Ordnung!? Ist die Schwangerschaft eine Diagnose und die Abtreibung eine Therapieform? Haben wir in einem der reichsten Länder der Welt keine anderen Lösungen als die Abtötung im Mutterleib als soziale Indikation, die die Mehrzahl der Abtreibungen ausmacht? Zuerst kommt die Frage nach dem Geld und dann Wissenschaft und Moral!? Schade!
Dr. Rudolf Müller, Auf Vogelsang 36, 52066 Aachen
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