ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2006Hochschulen: Unverständlich
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. . . Als Leistungsindikatoren für eine gute Ausbildung werden in dem Artikel die 4-Semester-Erfolgsraten und die Gesamterfolgsraten von 36 Medizinischen Fakultäten der BRD vor und nach Adjustierung für mögliche Einflussgrößen, wie z. B. die Personalausstattung, miteinander verglichen . . . Leider wird im Artikel wiederholt betont, dass die Berechnung für die Standorte Bochum und Witten/Herdecke nicht möglich sei, da diese Fakultäten im großem Umfang mit externen Lehrbeauftragten arbeiten würden. Dies trifft für die Medizinische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum definitiv nicht zu. Richtig ist, dass die Bochumer Medizin als einzige Fakultät Deutschlands seit Langem ein Klinikum mit privater Trägerschaft besitzt und damit eine 100-prozentige Kostentransparenz und Kostentrennung für Krankenversorgung bzw. Forschung und Lehre gewährleistet. Falsch ist, dass in Bochum in großem Umfang Lehrbeauftragte zur Medizinerausbildung eingesetzt werden. Jeder ärztliche und sonstige wissenschaftliche Mitarbeiter im Klinikum der Ruhr-Universität Bochum ist Mitglied der Medizinischen Fakultät in der Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiter und damit per Dienstvertrag zur Mitwirkung in Lehre und Forschung als hauptberufliche Tätigkeit verpflichtet. Es ist daher unverständlich, dass Bochum und Witten/Herdecke in einem Atemzug genannt werden und eine Adjustierung für die Personalausstattung in Bochum nicht möglich gewesen sein sollte. Bemerkenswert ist, dass die Berechnung mit den Gesamtzahlen für das wissenschaftliche Personal und nicht mit den Zahlen für die vorklinischen Fächer allein durchgeführt wurde, obwohl lediglich das Physikum als Erfolgsparameter gewertet wurde. Ich frage mich, warum die interfakultäre Varianz weniger gut erklärt wird, wenn nur die Personalausstattung für die vorklinischen Fächer herangezogen wird. Warum sollte die Ausstattung mit wissenschaftlichen Stellen in der Klinik das Ergebnis der ärztlichen Vorprüfung beeinflussen?
Prof. Dr. med. Lars Christian Rump,
Direktor der Medizinischen Klinik I,
Universitätsklinik Marienhospital Herne,
Studiendekan der Ruhr-Universität Bochum,
Hölkeskampring 40, 44625 Herne
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