ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2006Karl-Werner Ratschko: Weniger Aufgaben – später

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Karl-Werner Ratschko: Weniger Aufgaben – später

Dtsch Arztebl 2006; 103(38): A-2484 / B-2154 / C-2078

Rieser, Sabine

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Karl-Werner Ratschko Foto: Ärztekammer Schleswig-Holstein
Karl-Werner Ratschko Foto: Ärztekammer Schleswig-Holstein
Wenn man den langjährigen Hauptgeschäftsführer der Ärztekammer Schleswig-Holstein zu Hause in Bad Segeberg anrufen will, probiert man es am besten frühmorgens. Denn Dr. med. Karl-Werner Ratschko (63) ist viel auf Achse: Er studiert Mittlere und Neuere Geschichte sowie Politikwissenschaften an der Universität Kiel, seit er mit 60 in Altersteilzeit ging und Nachfolgerin Dr. med. Cordelia Andreßen (55) seine Kammeraufgaben übernahm. Und Ratschko studiert engagiert, weil er nach dem Magister noch eine Doktorarbeit schreiben will.
Doch das Studium allein füllt ihn nicht aus. „Nach einer angemessenen Schamfrist“ hat er sich in die Kammerversammlung wählen lassen, arbeitet weiter in Ausschüssen mit und trägt als Redakteur Verantwortung für das Schleswig-Holsteinische Ärzteblatt. Auch in einem Verein zur Förderung eines Lehrstuhls für Allgemeinmedizin ist Ratschko engagiert. „Ich bin so aktiv wie vorher“, stellt er lachend fest. Also hat er auch nicht Nein gesagt, als Prof. Dr. med. Fritz Beske fragte, ob man gemeinsam eine Studie zu den Folgen des GKV-Modernisierungsgesetzes verfassen wolle (DÄ, Heft 19/2006). Rund 3 500 Quellen auszuwerten, „das bedeutete mehr Arbeit, als man denkt“, musste Ratschko feststellen.
Doch die selbst gewählten Aufgaben machen ihm Freude. Zumal seine Frau, noch als Lehrerin aktiv, nicht auf ein geruhsames Leben pocht. Auf Dauer müsse man sein Pensum aber den Fähigkeiten im Alter anpassen, findet Ratschko. Von 70 an plant er, mehr in Bibliotheken zu sitzen und zu forschen. Die Nachkriegsgeschichte des Gesundheitswesens seiner Heimat aufzudröseln würde ihn reizen. Und eine Habilitation. Sabine Rieser
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