ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2006Jutta Synowitz: Großmutter sein – jetzt

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Jutta Synowitz: Großmutter sein – jetzt

Dtsch Arztebl 2006; 103(38): A-2484 / B-2154 / C-2078

Rieser, Sabine

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Jutta Synowitz Foto: privat
Jutta Synowitz Foto: privat
Ein Text im Deutschen Ärzteblatt aus Anlass ihrer Verabschiedung als Hauptgeschäftsführerin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt? Dr. med. Jutta Synowitz (62) will erst nicht so recht. Denn von grandiosen Zukunftsplänen könne sie nicht berichten, sagt sie bescheiden.
Ehemalige Kollegen aus anderen Lan­des­ärz­te­kam­mern reisen inzwischen entlang der Traumstraße Panamericana oder wandern bis nach Südfrankreich. Synowitz hingegen will erst einmal mit ihrem Mann von Magdeburg nach Berlin ziehen und die erwachsenen Kinder unterstützen. Ihr Sohn ist Neurochirurg und Vater dreier kleiner Kinder, die Tochter Zahnärztin und zweifache Mutter. „Eine Oma um die Ecke ist sicherlich praktisch“, findet Synowitz.
Für die Hauptgeschäftsführung, die inzwischen Dr. Rüdiger Schöning (53) übernommen hat, gab Synowitz 1992 ihre Tätigkeit als Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an einer Universitätsklinik auf. Es folgte eine ereignisreiche Zeit in einem guten Team, urteilt sie rückblickend. Vor allem mit der Kaufmännischen Geschäftsführerin Gisela Schmidt habe sie all die Jahre hervorragend zusammenarbeiten können: „Sie Ökonomin, ich Ärztin, wir haben uns prima ergänzt.“
Dass sie in Zukunft Langeweile hat, ist ausgeschlossen. Wenn sie sich wieder in Berlin „eingetaktet“ hat, will sie mehr lesen. Und auf Spurensuche gehen. Als die Mauer 1961 errichtet wurde, machte Jutta Synowitz in der Hauptstadt Abitur. Nun muss sie nicht mehr für einen Abschluss lernen, und die Mauer ist längst weg – Zeit für viele Stadttouren. Sabine Rieser
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