ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2006RANDNOTIZ: In der Politik und im Fußball

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RANDNOTIZ: In der Politik und im Fußball

Schmedt, Michael

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LNSLNS Gerüchte um personelle Konsequenzen seien „ohne Substanz“, die Vertrauensgrundlage zwischen Angela Merkel und Ulla Schmidt sei „gut“, betonte Regierungssprecher Wilhelm in der vergangenen Woche in Berlin. Wer die Bekenntnisse der Vereinspräsidenten und -vorstände im Fußball verfolgt („wir stehen hinter dem Trainer“), der weiß, es sind meistens nur Lippenbekenntnisse, auf die schon Stunden später die Entlassung des Trainers folgt. Nehmen wir einmal an, Ulla Schmidt sei die Trainerin für die Gesundheitsreform und Angela Merkel die Vereinspräsidentin, so müsste sich Schmidt ernsthaft Sorgen machen. Aber Merkel füllt die Rolle des Vereinspräsidenten nicht so richtig aus, ein Machtwort wird von vielen Seiten gefordert, die Forderung findet aber kein Gehör. Stattdessen eher Rückendeckung oder doch Lippenbekenntnisse? Die Entlassung der Trainerin würde aber nicht nur das Ende von Schmidt als Bundesministerin bedeuten, sondern auch das des Vereins – pardon der Koalition. Alternativen sind gefragt. Einen neuen Trainer einkaufen? In der Politik eher selten und wenn, dann strafbar. Zudem ist der Vereinsvorstand, sprich die Koalitionsminister, zerstritten. Da fällt die Beurlaubung der Trainerin nicht leicht. Was auch kein Wunder ist. Man stelle sich vor, Bayern München und der Hamburger SV müssten in der Championsleague als Spielvereinigung auftreten. Sicher kein Garant für ein eingespieltes Team und erfolgreiche Ergebnisse. Obwohl dieses Szenario im Fußballgeschäft undenkbar ist, versucht man es in der Politik – mit schlechten Ergebnissen und vor allem dem großen Unterschied, dass die Trainer offensichtlich auch bei Erfolglosigkeit im Amt bleiben.
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