ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2006Facharztprüfung Innere Medizin
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LNSLNS Innere Medizin: Hohe Anforderungen
Wenn man mehr als 30 Jahre lang selbst Facharztprüfungen in der Inneren Medizin abgenommen hat, interessiert man sich natürlich für kommentierte Prüfungsfragen, wie sie hier zusammengestellt sind. Derzeit liegt die Durchfallquote, je nach Bundesland, bei drei bis fünf Prozent. Legt man die im Buch an Fallbeispiele erhobenen Anforderungen zugrunde, dürfte die Rate an nicht bestandenen Prüfungen deutlich höher ausfallen. Die Berücksichtigung der evidenzbasierten Medizin und der aktuellen Leitlinien macht eine Überarbeitung des derzeit sehr aktuellen Buches in relativ kurzen Abständen notwendig. Einige Druckfehler sollten entfernt werden. Bei der Frage drei sollte die Kasuistik auf eine Frau umgestellt werden, da in der Anamnese die gynäkologische Untersuchung aufgeführt ist, bei der Therapie des symptomatischen Gallensteinleidens sind Stoßwellenlithotripsie und chemische Litholyse eigentlich out. Bei der bildgebenden Diagnostik der chronischen Pankreatitis sollte die MRCP erwähnt werden, die Strahlentherapie als wirksamste Therapiemaßnahme bei lokal fortgeschrittenem Pankreaskarzinom ist sicher zu optimistisch beurteilt. Es wäre wünschenswert, wenn die 62 im Anhang wiedergegebenen Befunde auf CD vorhanden wären, zumal die Abbildungsqualität einiger Beispiele durch Farbe gewinnen würde. Dies hätte auch den Vorteil, diese Abbildungen direkt ins Prüfungsgeschehen einfließen lassen zu können, wenn die Ärztekammern die entsprechende Technik vorhalten.
Inwieweit das Buch bei der Prüfungsvorbereitung den allseits beliebten und von fast allen benutzen „Herold“ wird ablösen können, muss offen bleiben. Wolfgang Rösch

Berthold Block: Facharztprüfung Innere Medizin. 3000 kommentierte Prüfungsfragen. 2. Auflage, Thieme, Stuttgart, 2006, 514 Seiten, 79,95 €
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