ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2006Imatinib und Knochenstoffwechsel

MEDIZIN: Referiert

Imatinib und Knochenstoffwechsel

Dtsch Arztebl 2006; 103(39): A-2548 / B-2205 / C-2126

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LNSLNS Imatinibmesylat hemmt die Tyrosinkinasen und wird als Standardtherapie bei der chronischen myeloischen Leukämie sowie bei gastrointestinalen Stromatumoren eingesetzt. Die Autoren berichten über eine unerwünschte Wirkung des Medikaments, die bislang in der Gebrauchsinformation nicht erwähnt wird, nämlich eine Hypophosphatämie als Ausdruck einer Störung im Knochenstoffwechsel. Von 63 retrospektiv und 14 prospektiv evaluierten Patienten wiesen zeitweise 51 Prozent erniedrigte Serumphosphatwerte auf. Erhöhte Parathormonspiegel und ein erniedrigtes Serumkalzium sprechen für eine durch Imatinib induzierte Knochenbildungs- und resorptionsstörung, wahrscheinlich infolge einer Hemmung des PDGF-Rezeptors. Sollten sich die Ergebnisse der Autoren in weiteren Studien bestätigen, so empfehlen sie, bei Patienten unter einer Imatinibtherapie die Serumphosphat- und Vitamin-D-Spiegel zu kontrollieren, um durch eine Phosphatsubstitution einer Osteoporose beziehungsweise Osteomalazie vorzubeugen w

Berman E, Nicolaides M, Maki RG et al.: Altered bone and mineral metabolism in patients receiving imatinib therapy. N Engl J Med 2006; 354: 2006–13.
E-Mail: berman@mskcc.org

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