ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2006Melatonin: kein Effekt bei Schlafstörungen

MEDIZIN: Referiert

Melatonin: kein Effekt bei Schlafstörungen

w

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Viele Flugreisende nehmen vor Transatlantikflügen zur Vermeidung des Jetlag Melatonin, ein Hormon der Zirbeldrüse, ein. Oft werden Flugreisende auch von Bekannten aufgefordert, entsprechende Präparate aus amerikanischen Drugstores zur Behandlung von Schlafstörungen mitzubringen. Überprüft man anhand kontrollierter und nichtkontrollierter Studien die Effektivität von Melatonin bezüglich der Behandlung von Schlafstörungen, so ist die Datenlage eindeutig: weder in sechs randomisierten und kontrollierten Studien mit 97 Teilnehmern zeigte sich ein günstiger Effekt auf die Schlafinduktion bei sekundären Schlafstörungen noch in neun Studien mit 427 Teilnehmern mit systemischem Schlafentzug (Schichtarbeiter, Langstreckenflieger). Positiv zu vermelden: in 17 Studien mit 651 Teilnehmern waren bei einer Behandlungsdauer von bis zu drei Monaten keine unerwünschten Wirkungen von Melatonin festgestellt worden. w

Buscami N et al.: Efficacy and safety of exogenous melatonin for secondary sleep disorders accompanying sleep restriction: meta-analysis.BMJ 2006; 332: 385–8.
E-Mail: nina.buscemi@ualberta.ca

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema