ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2006Krankengeld: Arbeitslose nicht mehr benachteiligt

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Krankengeld: Arbeitslose nicht mehr benachteiligt

Merten, Martina

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LNSLNS Empfänger von Arbeitslosengeld (ALG) I , die gesetzlich versichert sind, sollen leichter Krankengeld beziehen können als bislang. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) Ende September beschlossen. Ausschlaggebend für den Bezug von Krankengeld soll künftig sein, ob der Versicherte aus ärztlicher Sicht einer Tätigkeit nachgehen kann, für die er vom Arbeitsamt vermittelt werden soll. Mit dem Beschluss gleicht der G-BA die Kriterien für den Bezug von Krankengeld bei arbeitslosen Versicherten denen erwerbstätiger Versicherter an.
Bei Erwerbstätigen spielt der berufsspezifische Bezug eine Rolle. Leidet beispielsweise ein Dachdecker an Schwindelanfällen, gilt er als arbeitsunfähig und darf Krankengeld beziehen. ALG-I-Empfänger hatten in der Vergangenheit erst dann Anspruch auf Krankengeld, wenn sie zu keinerlei Arbeitsleistung mehr fähig waren, das heißt, selbst eine eingeschränkte Tätigkeit von wenigen Stunden nicht mehr möglich war.
Mit seinem Beschluss folgt der G-BA der aktuellen Rechtsprechung. Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium muss den Beschluss nun prüfen. MM
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