ArchivDeutsches Ärzteblatt9/1997Wissenschaftsrat unterstützt Sanierung der Charité

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Wissenschaftsrat unterstützt Sanierung der Charité

Glöser, Sabine

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LNSLNS BONN. Die Medizinische Fakultät Charité der Humboldt-Universität in Berlin und das Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf (UKE) sollen baulich saniert und die Anzahl der Planbetten abgebaut werden. Zu diesem Schluß kam der Wissenschaftsrat, der Ende Januar eine Stellungnahme zu den beiden medizinischen Fakultäten abgab. Angesichts der Engpässe in den öffentlichen Haushalten und aus fachlichen Erwägungen will der Wissenschaftsrat die Investitionsmittel zunächst auf die Charité konzentrieren, berichtete der Vorsitzende des Medizinausschusses des Wissenschaftsrats, Prof. Dr. med. Volker ter Nöhlen. Seit der Wiedervereinigung sei der Forschungsbereich konsequent aufgebaut worden. Das Personal sei beispielhaft erneuert und die Lehre weiterentwickelt worden. Ferner unterstütze der Wissenschaftsrat die Entscheidungen des Landes zur Umstrukturierung der Berliner Hochschulmedizin: die Fusion von Charité und Virchow-Klinikum und die Bildung einer einheitlichen Medizinischen Fakultät an der Freien Universität.
Die Qualität der Forschung am UKE, so ter Nöhlen, zeige zum Teil Spitzenleistungen, erreiche aber im ganzen nicht das erforderliche Niveau. Der wissenschaftliche Standard könne durch eine verbesserte Organisation gesteigert werden. Der Wissenschaftsrat empfehle, die Personalunion von Ärztlichem Direktor und Dekan aufzuheben und die starke Untergliederung der Abteilungen zu straffen. Baulich sei das UKE in einem "desolaten Zustand". Es gebe noch Operationsräume, in denen zwei Operationen gleichzeitig durchgeführt würden. SG
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