ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2006Selbstbeschädigung – eine rechtsmedizinische Betrachtung
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LNSLNS Zusammenfassung
Einleitung: Selbstbeschädigung beschreibt eine selbst zugefügte körperliche Verletzung ohne suizidale Absicht. Bei einem vielfältigen Spektrum von Motivationen lassen sich psychische, rechtliche und materielle Ursachen unterscheiden. Methode: Übersichtsartikel über Selbstbeschädigung auf der Basis einer selektiven Literaturaufarbeitung der Autoren. Ergebnisse: Verlässliche statistische Angaben über die Häufigkeit von Selbstverletzungen, die von Ritzverletzungen bis zu Gliedmaßenamputationen reichen, fehlen für Deutschland. Aus Publikationen rechtsmedizinischer Institute kann man jedoch ersehen, dass es periodisch zeitliche Häufungen gibt wie Nachahmungshandlungen infolge von Medienveröffentlichungen. Die Begutachtung von vorsätzlichen Selbstverstümmelungen zum Zwecke des Versicherungsbetruges erfordert oftmals eine umfangreiche rechtsmedizinische Rekonstruktion. Diskussion: Selbstbeigebrachte Verletzungen zeichnen sich häufig durch typische Merkmale aus und sind dadurch von einer Fremdbeibringung abgrenzbar. Je früher eine Selbstverletzung als solche erkannt wird, umso eher kann ärztliche Hilfe greifen und mögliche strafrechtliche Konsequenzen können vermieden werden.
Dtsch Arztebl 2006; 103(40): A 2627–33.
Schlüsselwörter: Selbstbeschädigung, Selbstverstümmelung, rechtsmedizinische Begutachtung, Vortäuschung einer Straftat, Versicherungsbetrug

Summary
Self-inflicted injuries – a forensic medical perspective
Introduction: Deliberate self harm (DSH) is the term for self inflicted physical injury without suicidal intent. Among plethora of motivations, it is possible to distinguish between psychological, legal and material causes. Methods: Selective literature review and dicsussion. Results: Reliable incidence data on deliberate self harm, which ranges from cutting to limb amputation, are lacking in Germany. However, data emerging from academic departments of forensic medicine suggest that periodic clusters of so-called "copycat" DSH episodes arise, in response to episodes of self harm publicized in the media. Discussion: Self-inflicted injuries show characteristic features which can be used to distinguish them from injuries inflicted by third parties. The sooner self harm is recognized as such, the sooner medical help can be offered and possible judicial consequences avoided. Dtsch Arztebl 2006; 103(40): A 2627–33.
Key words: self-inflicted injuries, self-mutilation, forensic medical reports, simulation of a criminal offence, insurance fraud


Selbstverletzungen als Akt einer gezielt eingesetzten Täuschung zur Entziehung vom Wehrdienst im römischen Heer wurden schon im zweiten Jahrhundert nach Christi beschrieben (1). In den letzten Jahrzehnten ist das Phänomen verstärkt in den Blick der Öffentlichkeit gerückt, insbesondere seitdem bei fingierten „rassistischen“ Überfällen Hautritzungen in Form des Hakenkreuzes relativ häufig beobachtet wurden (2). Im Kontext zeitgemäßer Betrachtung ist die Selbstverletzung Ausdruck einer psychopathologischen Störung, die entweder bereits sui generis von Krankheitswert ist oder aber in ihren Manifestationen ärztlich behandelt werden muss. Gerade für diese Patientengruppe ist neben der Empathie aber eine professionelle diagnostische Objektivität des Arztes notwendig, der auch um die Inzidenz und die Motivation von in Täuschungsabsicht beigebrachten Verletzungen weiß.
Seit mehreren Jahren ist eine zunehmende Internetpräsenz der Thematik „Selbstverletzung“ (über 15 000 Einträge) zu beobachten. Dass es sich dabei meist um eine sehr einseitige Sicht des komplexen Geschehens, vor allem auch des Hintergrundes, handelt, kann nicht verwundern. In den anonymen Gesprächsforen wird der erhebliche Leidensdruck deutlich, dem die Betroffenen ausgesetzt sind.
Die Selbstbeschädigung beschreibt eine selbst zugefügte körperliche Verletzung ohne suizidale Absicht. Verlässliche statistische Angaben über die Häufigkeit fehlen für Deutschland (3). In der angloamerikanischen Literatur wird eine Prävalenz von 0,6 bis 0,8 Prozent der Bevölkerung angegeben, wobei die Gruppe der 15- bis 35-Jährigen überrepräsentiert ist. Frauen sind zwei- bis fünfmal häufiger als Männer betroffen (4).
Erst recht fehlt es an zuverlässigen Zahlen über die tatsächliche Relation zielgerichteter, zweckgebundener Selbstverletzungen (zum Beispiel in Täuschungsabsicht gegenüber Behörden, Eltern, Intimpartnern) einerseits und offenem oder heimlichem autodestruktiven Verhalten auf psychopathologischer Grundlage andererseits. Es gibt Überschneidungen und fließende Übergänge in die eine wie die andere Richtung, also eine „Grauzone“. Dies kann die diagnostische Entscheidung im Einzelfall erschweren oder unmöglich machen. Unbestritten ist es die rechtsmedizinische Expertise, die hier gefragt ist (3, 4).
Aus Publikationen rechtsmedizinischer Universitätsinstitute (2, 4, 5, 6, 7) kann man ersehen, dass die Inanspruchnahme und Erfahrungen mit der erwähnten „Grauzone“ regional ganz unterschiedlich sind und dass es periodisch zeitliche Häufungen gibt wie Nachahmungshandlungen infolge von Medienveröffentlichungen. Dies macht die Abschätzung eines zweifellos existierenden Dunkelziffer, was die strafrechtliche Seite des Problems anbetrifft, von vornherein unmöglich.
Die Motivationen für Selbstbeschädigungen sind ausgesprochen vielfältig (Grafik), oft findet sich auch eine multifaktorielle Genese. Das Verletzungsmuster weist eine große Bandbreite auf, die von Ritzverletzungen bis hin zu Amputationen von Gliedmaßen reicht.
Nach Sachsse (8) stellt selbstverletzendes Verhalten als klinisches Phänomen ein Extrem menschlichen Normalverhaltens dar. Ansätze dazu weist zum Beispiel mit Fingernagelkauen oder Auszupfen von Haaren nahezu jeder auf. Ob in übertriebener Selbst(über)forderung im Sport oder bei der Arbeit bereits der Ansatz von „self-injurious behavior“ zu sehen ist (4, 8), dürfte umstritten bleiben.
Es ist zu unterscheiden zwischen offenen Selbstverletzungen, ohne Versuch die eigene Urheberschaft zu verbergen, und heimlichen autodestruktiven Verhaltensweisen. Je nach Ursache oder Motiv der Selbstbeschädigung finden sich teilweise charakteristische Verletzungsarten (3, 4, 9).
Mit den medizinischen Aspekten von selbstbeigebrachten Verletzungen beschäftigen sich mehrere Fachdisziplinen; auch der Allgemeinmediziner wird mit dieser Problematik konfrontiert. Dabei ergeben sich ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Für den Rechtsmediziner steht die Differenzierung zwischen Eigen- und Fremdbeibringung im Vordergrund. Die vorliegende Übersichtsarbeit zur Selbstbeschädigung aus rechtsmedizinischer Sicht basiert auf den praktischen Erfahrungen der Autoren und einer Recherche der aktuellen Literatur.
Dabei sollen charakteristische Verletzungsmuster aufgezeigt werden, die den praktischen tätigen Arzt veranlassen, auch an die Möglichkeit der Selbstbeibringung und entsprechende Konsequenzen zu denken.
Selbstverletzungen zur Erlangung
eines psychischen Gewinns
Relativ häufig findet sich selbstverletzendes Verhalten als Symptom psychiatrischer Erkrankungen oder Störungen. Ein psychischer Gewinn kann auch in der Erlangung von Mitgefühl, Aufmerksamkeit, sexuellem Lustgewinn, Befriedigung von Rachegelüsten oder Bewunderung und Anerkennung bestehen.
Mehr als bei anderen psychiatrischen Patienten mit Selbstbeschädigungen zeigt sich bei der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typus ein homogenes Muster (10). Das Leitsymptom ist die offene Selbstverletzung der Haut mit zahlreichen parallel verlaufenden, meist oberflächlichen Schnitt- oder Ritzverletzungen (Abbildung 1) an weniger schmerzempfindlichen Arealen. Mitunter finden sich auch Hautverbrennungen durch Zigaretten. Nach Sachsse (11) sind die psychodynamischen Funktionen von selbstverletzendem Verhalten insbesondere bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung vielfältig. Einerseits erfüllt es dabei intrapersonale Funktionen (Wirkung als globales Druckventil und Tranquilizer bei Spannungszuständen, aber auch Einsatz als Antidepressivum oder zur Selbstbestrafung). Andererseits werden durch selbstverletzendes Verhalten interpersonelle Funktionen wie der Einsatz als intensiver averbaler Appell oder als Flucht vor sozialer Überforderung wahrgenommen.
Selbstbeschädigungen finden sich auch bei histrionischen, dissozialen oder paranoiden Persönlichkeitsstörungen, jedoch deutlich seltener als bei Borderline-Patienten (10). Bei neurotischen Patienten sieht man am häufigsten Hautläsionen durch Kratzen, Reiben oder Beißen. Dagegen treten schwere Autoaggressionen eher bei Schizophrenien, affektiven Psychosen, Oligophrenien und hirnorganischen Prozessen auf. Insbesondere bei paranoid-halluzinatorischen Schizophrenien kann es zu teilweise bizarren Verletzungen vor allem durch scharfe Gewalt kommen. Das Spektrum reicht bis zur Selbstkastration und der Amputation von Gliedmaßenteilen (12).
Die artifizielle Störung ist gekennzeichnet durch Vortäuschung, Aggravation und/oder absichtliche Erzeugung von Krankheitssymptomen. Bekannt sind die Beibringung von Schnitt-, Kratz- oder Schürfwunden, das Einspritzen von infiziertem Material oder toxischen Substanzen oder die Wiedereröffnung von Operationswunden (13).
Bei ständig neuen Hospitalisationen werden oft umfangreiche diagnostische und therapeutische Eingriffe durchgeführt. Im Verlauf der Erkrankung kommt es dann zu bleibenden Schäden, bis hin zu regelrechten „Verstümmelungen“. Eine Untergruppe der artifiziellen Störung bildet das Münchhausen-Syndrom mit detaillierter Vorgeschichte erfundener Ereignisse (Pseudologia phantastica), bizarrer Symptomatik und zahlreichen Kranken­haus­auf­enthalten („hospital hoppers“).
Ob soziokulturellen Modeströmungen entspringende Eingriffe, wie Tätowierungen und Piercing, als Normvariante menschlichen Verhaltens oder als Selbstbeschädigung angesehen werden, hängt von der persönlichen Perspektive ab.
Als Steigerung aufzufassen ist das Zufügen von Brandwunden („branding“) oder Schnittverletzungen („cutting“), die zu gewollten Narbenmustern führen. Als „body modification“ werden auch an der Körperoberfläche sichtbare Implantationen von Nadeln oder größeren Metallgegenständen sowie Zungenspaltungen bezeichnet (14).
Selbstverletzungen zur Erlangung eines rechtlichen Vorteils
Selbstverletzungen zur Vortäuschung einer Straftat sind überwiegend Schnitt- und Ritzverletzungen, die häufig typische Charakteristika aufweisen. In den meisten Fällen handelt es sich um Mädchen oder jüngere Frauen, gelegentlich aber auch um jüngere Männer.
Die Überfallschilderungen sind relativ uniform, wohingegen die Motive ganz unterschiedlich sein können. Manchmal ist es der Wunsch, öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen und Zuwendung zu erfahren. Auch die Rechtfertigung unerlaubter Abwesenheit oder zu späten Nachhausekommens spielt eine Rolle (Abbildung 2). Die besondere Problematik dieser Fallgruppe liegt darin, dass mit der zweckgebundenen Betrugshandlung automatisch (gewollt oder ungewollt) ein polizeilicher Ermittlungsapparat in Bewegung gesetzt wird, der sich im Einzelfall zur Lawine entwickeln und den Urheber regelrecht überrollen kann.
Die Vortäuschung politisch oder fremdenfeindlich motivierter Straftaten hat zum Ziel, den angestrebten eigenen Vorteilsgewinn (Appellfunktion) zu optimieren, zum Beispiel indem – als besonderer Tabubruch – das Hakenkreuzsymbol oder SS-Runen in die Haut eingeritzt werden. Bekannt sind auch Selbstverletzungen zur Belastung von Polizeibeamten, von Aufsichtspersonal und von Lehrern, zur Verschleierung von Suizidversuchen und zur Verdeckung eines eigenen Fehlverhaltens (zum Beispiel Einbruch oder Unterschlagung) (15). Als strafrechtliche Konsequenzen kommen die Vortäuschung einer Straftat (§ 145
Strafgesetzbuch) und bei Angabe einer konkreten Person falsche Verdächtigung (§ 164) oder Verleumdung (§ 187) in Betracht.
Genaue Angaben über die Häufigkeit derartiger Selbstverletzungen zur Erlangung eines rechtlichen Vorteils liegen nicht vor. Im Jahr 2004 wurden laut Statistik des Bundeskriminalamtes 13 696 Fälle von „Vortäuschung einer Straftat“ erfasst. Darunter fallen jedoch auch andere Straftagen, wie zum Beispiel Vortäuschung von Diebstählen. Während Artefakt-Patienten bis zu zwei Prozent des klinischen Krankenkollektivs in Hautkliniken ausmachen können (16), sind die hier angesprochenen Fälle, wie die Vortäuschung fremdenfeindlich motivierter Straftaten vergleichsweise selten, oft jedoch überregional öffentlichkeitswirksam.
Selbstverletzungen zur Erlangung eines materiellen Gewinns
Insbesondere Untersuchungshäftlinge neigen zu selbst beschädigendem Verhalten. Im Vordergrund stehen Nahrungsverweigerung, Schnittverletzungen, Intoxikationen, aber auch das Verschlucken von Fremdkörpern wie Essbesteckteile. Neben einem appellativen Charakter als Demonstration der vermeintlichen Unschuld kommen Fluchtabsichten, Erleichterung der Haftbedingungen oder Verlegungswünsche als Motiv in Betracht.
Selbstverletzungen zum Vermeiden des Wehrdienstes haben früher eine Rolle gespielt. So sind selbst beigebrachte Schussverletzungen durch Kommissbrote hindurch (zur Verdeckung der Nahschusszeichen), das Zufügen von Fingerverletzungen, das Essen verdorbener Nahrung und das Setzen von Schmierinfektionen bekannt geworden (17).
Bei Selbstbeschädigungen zum Zwecke des Versicherungsbetruges handelt es sich am häufigsten um Autoamputationen von einem oder zwei Fingern (zumeist Daumen oder Zeigefinger der Nicht-Arbeitshand), seltener einer ganzen Hand mit scharfen Werkzeugen (18). Gelegentlich kommen auch Pressen, Hämmer etc. zum Einsatz (19). Überwiegend sind Männer betroffen, zumeist „passiert der Unfall“ im Privatbereich und ohne Zeugen. Der Versicherungsvertrag läuft in 90 Prozent der Fälle kürzer als ein halbes Jahr. Etwa 75 Prozent der Täter haben mehr als eine Versicherung, oft mit auffällig hohen Gliedertaxen, abgeschlossen (20). Exakte Angaben für die Häufigkeit derartiger Betrugsdelikte fehlen. Bei seiner zurückhaltenden Schätzung für den norddeutschen Raum geht Gerlach (21) von mindestens 200 Fällen traumatischer Gliedmaßenamputationen im Verlauf von zehn Jahren aus. Innerhalb der in der polizeilichen Kriminalstatistik erfassten 11 743 Fälle von Versicherungsbetrug (2004) erfolgt keine differenzierte Erfassung von Selbstbeschädigungen. Ausführliche Darstellungen zu Selbstbeschädigungen als Versicherungsbetrug finden sich unter anderem bei Dotzauer (22), Bonte (18), Püschel (23) oder Möllhof (17).
Bei Begutachtung fraglicher Selbstverstümmelungen müssen alle verfügbaren Informationsquellen genutzt werden wie Fotos, Röntgenbilder, Operationsbericht und körperliche Untersuchung (19). Es sollte eine ausführliche Befunddokumentation mit der Anfertigung von Fotografien erfolgen, dabei sollten unterschiedliche Blickwinkel dokumentiert werden (17). An der Verletzung und am Amputat muss auf die Beschaffenheit der Absetzungsränder, den Verlauf der Amputationslinie und die Begleitverletzungen geachtet werden (22). Eventuelle Injektionsspuren können auf eine vorausgegangene Lokalanästhesie hinweisen, gegebenenfalls ist eine chemisch-toxikologische Untersuchung erforderlich. Vom Geschädigten muss eine präzise Schilderung des behaupteten Unfallablaufs erfragt werden. Bei Vorsatztaten treten zumeist erhebliche Diskrepanzen zu den objektiven Befunden auf. Eine Ortsbesichtigung mit Inaugenscheinnahme von Werkzeug und Werkstoff (Blutantragungen, Schutzvorrichtungen etc.) kann für die Ereignisrekonstruktion (Körperposition, Handhaltung) erforderlich sein. In Abbildung 3 sieht man die deutliche Diskrepanz zwischen der angegebenen Position der Axt und dem Verlauf der Amputationslinie durch den ersten Mittelhandknochen bei der Rekonstruktion eines „Unfalls“ mit Abtrennung des linken Daumens.
Bei Beilhiebverletzungen kommt es in der Mehrzahl der realen Unfälle zu Begleitverletzungen der benachbarten Finger, während eine isolierte, vollständige und proximale Abtrennung des Zeigefingers auf eine Selbstbeschädigung hinweist (23). Bei akzidenteller Entstehung ist der Absetzungsrand (Begrenzung der Durchtrennung) meist irregulär beschaffen und der Verlauf der Verletzung eher schräg, während bei einer Selbstverstümmelung der Rand relativ scharf und der Absetzungswinkel häufig rechtwinklig gestaltet ist.
So genannte Probierverletzungen neben der eigentlichen Amputationswunde sind ein wichtiges Kriterium für die beabsichtigte Abtrennung des Fingers (22). Neben den Auffälligkeiten im Versicherungsvertrag können das Fehlen von Zeugen oder nachträgliche Zeugenbeeinflussung, das unerklärliche Verschwinden des Amputats, die schnelle Säuberung des „Unfallortes“ und falsche Angaben zur Links- oder Rechtshändigkeit auf eine Vorsatztat hinweisen (18, 22).
Dass eigene ethische und moralische Normen bei der Akutversorgung von Patienten mit selbstbeschädigendem Verhalten keine Rolle spielen dürfen, steht außer jedem Zweifel. Die schonungslose Offenlegung selbstverletzenden Verhaltens mit betrügerischer Absicht, die dann weitreichende Folgen nach sich zieht, ist ganz gewiss nicht primäre ärztliche Pflicht, in der Rolle des Sachverständigen kann sich der Arzt dem aber nicht entziehen. Sie ist auch nicht in jedem Fall einer Rechtsgüterabwägung (§ 34 Strafgesetzbuch) zugänglich. Letzten Endes bleibt es – wie manche andere Entscheidung im ärztlichen Beruf – eine höchstpersönliche Gewissensentscheidung.
Differenzialdiagnose
Die ärztliche Untersuchung von Gewaltopfern muss möglichst zeitnah erfolgen, insbesondere im Hinblick auf die Sicherung biologischer Spuren. Die Hinzuziehung eines Rechtsmediziners kann außer durch die Polizei auch über die kollegiale Konsultation, über den Kontakt zu Opferschutzorganisationen oder anwaltliche Hilfe erfolgen.
Bei der verantwortungsvollen Aufgabe der Untersuchung von Gewaltopfern ist es unabdingbar, dass auch an die Möglichkeit der Selbstbeibringung gedacht wird. Die notwendige ärztliche Objektivität darf bei aller Empathie für das mutmaßliche Opfer nicht außer Acht gelassen werden. Wird eine Selbstbeschädigung nicht als solche erkannt, so kann dies zur Fortsetzung oder zur Verstärkung des selbstverletzenden Verhaltens führen und den Weg für angemessene Hilfsmaßnahmen im Hinblick auf die psychische Ausgangssituation verbauen (16).
Die rechtsmedizinische Untersuchung erfolgt im Hinblick auf den gesamten Körper, da auch Bagatellverletzungen eine erhebliche Bedeutung für die Gesamtbeurteilung erlangen können. Die Verletzungen müssen hinsichtlich Art, Größe, Lokalisation und Farbe exakt beschrieben und mit Maßstab in Übersichts- und Detailaufnahmen fotodokumentiert werden. Gegebenenfalls ist eine Blut- und/oder Urinprobe erforderlich, wenn sich Hinweise auf eine Beeinflussung durch Alkohol, Drogen oder Medikamente ergeben.
Wesentliche Kriterien für die Differenzierung zwischen Selbst- und Fremdverletzung sind Intensität, Lokalisation, Flächendeckung, Struktur und Gesamtverletzungsschwere (Tabelle).
Mitunter finden sich bei der rechtsmedizinischen Begutachtung nahezu alle Kriterien, die pathognomonisch für eine Selbstbeibringung sind (24). Zum Beispiel sieht man in Abbildung 4 (angeblicher Überfall von Skinheads auf eine Rollstuhlfahrerin) circa 30 Einzelschnittführungen unter anderem mit gleichmäßigem Verlauf, gerader Linienführung, Oberflächlichkeit, Parallelität, Vermeiden des Überschneidens der Balken sowie zeichnerisch recht genaue Wiedergabe des Symbols „Hakenkreuz“.
Die in der Tabelle aufgeführten Charakteristika sind nach rechtsmedizinischer Erfahrung für den konkreten Einzelfall kaum jemals ausreichend, wobei aber der Verdacht einer Selbstbeibringung umso näher liegt, je mehr Kriterien zutreffen. Diskrepanzen zwischen Tatschilderung und objektiven Befunden können den Verdacht der Selbstverletzung wesentlich stützen. Hinweise von kriminalistischer Seite liefern der Besitz eines entsprechenden Werkzeuges wie Messer oder Rasierklinge, eventuell mit Blutantragungen, aber auch das Vorhandensein oder die Abwesenheit von Blutspuren am angegebenen Tatort. Gelegentlich können selbst beigebrachte Verletzungen auch tiefer reichen (zum Beispiel Stichverletzung mit Eröffnung des Peritonealraumes) oder atypisch lokalisiert sein (Stichwunden am Rücken [4]).
Trotz der Vielzahl der aufgezeigten Kriterien und Begleitumstände erlaubt die Problematik der Selbstbeschädigung keine schematische Behandlung oder Erstellung einer Checkliste, die jedem Einzelfall gerecht wird. Für den praktisch tätigen Arzt ist der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zur Diagnose „Selbstverletzung“ überhaupt an diese Möglichkeit zu denken.
Beim Verdacht einer Selbstbeschädigung muss der Arzt mit besonderer Sensibilität und entsprechendem Problembewusstsein vorgehen. Die Mitteilung der Diagnose „Selbstbeibringung“ soll zwar schonend und einfühlsam erfolgen, darf jedoch keinen Zweifel offen lassen. Der Patient muss nicht sofort und massiv mit einer entsprechenden Therapienotwendigkeit konfrontiert werden (16). Vielleicht kann ihm die Möglichkeit aufgezeigt werden, das Dilemma einer polizeilichen Anzeige ganz zu vermeiden (4). Manchmal wird erst nach einer Latenzphase und wiederholten Angeboten durch den Arzt als Vermittler die psychiatrische oder psychotherapeutische Hilfe akzeptiert.
Ist die Anzeige aber bereits erfolgt oder aufgrund anderer Umstände nicht zu umgehen, so muss der Polizei die Verdachtsdiagnose einer Selbstbeibringung frühzeitig mitgeteilt werden, damit keine umfangreichen Fahndungsmaßnahmen nach den angeblichen Tätern anlaufen.
Auch wenn eine Selbstverletzung als Ursache der vorgetäuschten Straftat erkannt wird, liegt es im Ermessen des Staatsanwaltes, als Ausnahme vom Legalitätsprinzip die Strafverfolgung zu beenden. Das Verfahren kann wegen geringer Schuld oder mangels öffentlichen Interesses (§ 153 Strafprozessordnung), aber auch nach der Erfüllung von Auflagen (§ 153a) von der Staatsanwaltschaft eingestellt oder von einer Bestrafung abgesehen (§ 153b) werden. Ist bereits Anklage erhoben, so hat auch das Gericht bei Zustimmung der Staatsanwaltschaft noch die Möglichkeit der Einstellung des Verfahrens.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 10. 10. 2005; revidierte Fassung angenommen: 30. 3. 2006


Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Steffen Heide
Institut für Rechtsmedizin
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Franzosenweg 1
06112 Halle/S.
E-Mail: steffen.heide@medizin.uni-halle.de
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Grafik Motive beziehungsweise Ursachen von Selbstbeschädigungen
Grafik
Grafik Motive beziehungsweise Ursachen von Selbstbeschädigungen
Abbildung 1: Zahlreiche, unterschiedlich alte Schnitt- und Ritzverletzungen am Arm einer verstorbenen Borderline- Patientin (Todesursache: suizidale Carbamazepinintoxikation)
Abbildung 1
Abbildung 1: Zahlreiche, unterschiedlich alte Schnitt- und Ritzverletzungen am Arm einer verstorbenen Borderline- Patientin (Todesursache: suizidale Carbamazepinintoxikation)
Abbildung 2: 47 Einzelritzungen auf dem Bauch eines 38 Jahre alten Mannes nach „rassistischem Überfall“ (Selbstverletzung zur Rechtfertigung eines Seitensprungs)
Abbildung 2
Abbildung 2: 47 Einzelritzungen auf dem Bauch eines 38 Jahre alten Mannes nach „rassistischem Überfall“ (Selbstverletzung zur Rechtfertigung eines Seitensprungs)
Abbildung 3: Rekonstruktion einer Selbstbeschädigung zum Versicherungsbetrug: deutliche Diskrepanz zwischen der behaupteten Position der Axt und dem Verlauf der Amputationslinie durch den ersten Mittelhandknochen
Abbildung 3
Abbildung 3: Rekonstruktion einer Selbstbeschädigung zum Versicherungsbetrug: deutliche Diskrepanz zwischen der behaupteten Position der Axt und dem Verlauf der Amputationslinie durch den ersten Mittelhandknochen
TABELLE modifiziert nach 7, 15, 25
Tabelle
TABELLE modifiziert nach 7, 15, 25
Abbildung 4: Symbol „Hakenkreuz“ an der linken Wange einer 17-jährigen Gymnasiastin mit typischen Kriterien für eine Selbstbeschädigung
Abbildung 4
Abbildung 4: Symbol „Hakenkreuz“ an der linken Wange einer 17-jährigen Gymnasiastin mit typischen Kriterien für eine Selbstbeschädigung
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