ArchivDeutsches Ärzteblatt PP10/2006Stress im Beruf? Wenn schon, dann aber richtig! Wege aus der Stress-(Vermeidungs-)Spirale

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Stress im Beruf? Wenn schon, dann aber richtig! Wege aus der Stress-(Vermeidungs-)Spirale

PP 5, Ausgabe Oktober 2006, Seite 470

Fischer, Gottfried; Eichenberg, Christiane; Mosetter, Kurt; Mosetter, Reiner

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LNSLNS Stressvermeidung: Überzeugendes Konzept
Illustrierte und populäre Ratgeber stellen „Stress“ heute oft auf gleiche Ebene mit Umweltgiften, wie zum Beispiel Kohlendioxyd in der Luft oder Dioxin im Essen. Wie soll man sich gegen den heimtückischen Krankheitsfaktor schützen? Ganz einfach: Man soll ihn vermeiden, wie bei der Gefahr einer Infektion. Selten aber wird gefragt, ob das überhaupt möglich und sinnvoll ist. Durch die heute verbreitete „Stress-phobie“ geraten viele Menschen erneut unter Stress, was nur zu weiterer Verspannung und Dauerbelas-tung führen kann.
Diese Selbsthilfeschrift rückt die Perspektiven wieder zurecht. Das Autorenteam, Experten aus Psychologie, Medizin und Philosophie, zeigt einerseits, dass Herausforderungen im Arbeitsbereich, die wir annehmen und bewältigen, unserer Gesundheit keineswegs abträglich sind. Andererseits wird erläutert, woran man gesundheitsgefährdenden Stress erkennen und wie man sich vor ihm schützen kann, ohne in die „Stress-Vermeidungs-Spirale“ zu geraten. Bei andauernder und schwerer Überlastung (Distress) und Erschöpfung (Burn-out) zeigen sich immer sowohl seelische als auch körperliche Beschwerden. Die körperlichen Symptome werden in dem Selbsthilfebuch über organische und muskuläre Gesetzmäßigkeiten erklärt.
Persönliche Arbeitstechniken wie Zeitmanagement oder Tipps zur Förderung persönlicher und gemeinschaftlicher Kreativität werden als zweiter Ansatzpunkt, Stress im Beruf zu reduzieren und gleichzeitig die Effektivität zu erhöhen, aufgezeigt. Leitfaden der Selbsthilfeschrift ist ein modifiziertes Konzept von „emotionaler Intelligenz“ und „emotionaler Führung“. Ein „emotional intelligenter Umgang mit uns selbst und unseren Mitarbeitern wird durch Stärkung innerer und äußerer Kommunikationsfähigkeit optimiert“. Als Scheitern von Kommunikation werden die Symptome von Mobbing und Burn-out verständlich gemacht. Emotional intelligente Führungskräfte sind in der Lage, Burn-out und Mobbing als Belastung nicht nur des Einzelnen, sondern auch als „Krankheitssymptom“ ihrer Organisation zu erkennen. Aus den Erfahrungen von psychologischer Organisationsberatung und Mediation heraus werden Empfehlungen gegeben, die den Betroffenen helfen und dazu beitragen, dass auch der Betrieb wieder gesunden kann. Robert Bering

Gottfried Fischer, Christiane Eichenberg, Kurt Mosetter, Reiner Mosetter: Stress im Beruf? Wenn schon, dann aber richtig! Wege aus der Stress-(Vermeidungs-)Spirale. Asanger Verlag, Kröning, 2006, 130 Seiten, 40 Abbildungen, 19,50 €
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