ArchivDeutsches Ärzteblatt9/1997USA: Künstliches Blut wird an Notaufnahme-Patienten getestet

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USA: Künstliches Blut wird an Notaufnahme-Patienten getestet

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LNSLNS Patienten der Notaufnahme eines Krankenhauses im US-Bundesstaat Pennsylvania werden in lebensbedrohlichen Situationen auch ohne ihr Einverständnis mit künstlichem Blut behandelt. Das Verfahren am Lehigh-Valley-Krankenhaus in Allentown wurde durch neue Bundesrichtlinien möglich, die im November in Kraft traten. Danach dürfen Ärzte in der Notaufnahme "vielversprechende" Medikamente und Apparate, die sich noch im Teststadium befinden, in lebensbedrohlichen Situationen auch ohne schriftliche Erlaubnis der Kranken einsetzen. Ähnliche Tests mit dem Blutersatz sollen in den kommenden anderthalb Jahren in insgesamt 20 US-Krankenhäusern zur Anwendung kommen.
Wenn der Patient aus der Narkose erwacht, muß er informiert werden, daß er ein noch nicht allgemein zugelassenes Medikament erhalten hat. Er kann sich dann weigern, weiter als Testperson zu dienen. Kritiker befürchten, daß die neuen Richtlinien aus Menschen zunehmend Versuchskaninchen machen. afp
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