ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2006Bedarfsplanung: Schlusslicht in der Einkommensskala

BRIEFE

Bedarfsplanung: Schlusslicht in der Einkommensskala

Wenzel, Wilhelm

Bereits 24 Planungsbereiche gelten als kritisch im Sinne einer drohenden Unterversorgung (DÄ 33/2006: „Kassenärztliche Bedarfsplanung: Bessere Aussichten für Frauen- und Nervenärzte“ von Dr. rer. pol. Thomas Kopetsch).
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Sie schreiben in Ihrem Artikel, dass bessere Aussichten für Frauen- und Nervenärzte vorliegen, und weisen darauf hin, dass z. B. in Niedersachsen sechs offene Planungsbereiche für Nervenärzte existieren und dass die Nervenärzte und ärztlichen Psychotherapeuten ein relativ überaltertes Völkchen sind. Es wundert mich nicht, dass in Niedersachsen Planungsbereiche offen sind, und ich kann Ihnen prophezeien, dass es schwierig sein wird, die Stellen zu besetzen. Wie dem Niedersächsischen Ärzteblatt zu entnehmen ist, rangieren die Nervenärzte in der Einkommensskala mit großem Abstand als Schlusslicht, können meistens die Praxiskosten mit Kassenpatienten kaum decken. Sich in einer solchen Situation niederzulassen und evtl. Schulden zu machen, ist wirtschaftlicher Wahnsinn. Ursache für dieses Missverhältnis ist der niedersächsische Honorarverteilungsmaßstab, der die Nervenärzte als Gruppe extrem benachteiligt, insbesondere da auch die ärztliche Psychotherapie mit festem Punktwert zu einem Großteil aus diesem Topf bezahlt wird. Diese Tatsache ist wenigen bekannt, wird aber in nicht allzu ferner Zukunft zu einer Gefährdung der Versorgung der von Nervenärzten betreuten Patienten führen . . .
Dr. med. Wilhelm Wenzel, Kurwickstraße 34, 26122 Oldenburg
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