ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2006Mitteilungen: Erläuterungen zur Änderung der Psychotherapie-Richtlinien

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Mitteilungen: Erläuterungen zur Änderung der Psychotherapie-Richtlinien

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LNSLNS Die nachfolgende Veröffentlichung betrifft eine vom Gemeinsamen Bundes­aus­schuss in der besonderen Zusammensetzung für Fragen der Psychotherapie am 20. Juni 2006 beschlossene Änderung der Psychotherapie-Richtlinien.
Diese betrifft die in Abschnitt D der Richtlinien definierten Anwendungsbereiche für Psychotherapie. Dort wurde bisher noch eine alte, wenig differenzierte Beschreibung der Indikationen zur Anwendung von Psychotherapie verwendet. Daher wurde eine redaktionelle Aktualisierung der Beschreibung der Indikationen für die Richtlinien-Psychotherapie für sinnvoll gehalten, die sich jetzt durch die Änderung an der Terminologie des Kapitels F der International Classification of Diseases der WHO (ICD-10) orientiert. Damit ist jedoch weder eine Ausweitung noch eine Eingrenzung der bisher definierten Indikationsbereiche für Psychotherapie verbunden.
Die bisherigen Abschnitte D 1.1 und 1.2 wurden dabei zum jetzt einheitlichen Abschnitt D 1. zusammengefasst und die entsprechenden Anwendungsbereiche nummeriert aufgeführt. Dabei sind die im bisherigen Abschnitt D 1.3.4 aufgeführten Indikationen ebenfalls in Abschnitt 1. aufgenommen worden (jetzt D 1.8), denn mittlerweile haben diese ein eigenes Kapitel (F6) in der ICD-10 erhalten.
Der bisherige Abschnitt D 1.3 wurde aus Gründen der Übersicht umnummeriert in D 2. und enthält in gleichbleibender Formulierung die bisherigen Abschnitte D 1.3.1 bis 1.3.3 und 1.3.5. Dabei wurde D 1.3.2 (jetzt D 2.2) ergänzt um das Störungsbild tief greifende Entwicklungsstörungen. Änderungen in Abschnitt D 1.3 (jetzt D 2.) Satz 1 und D 1.3.3 (jetzt D 2.3) sind rein redaktionell.
Aufgrund der dargelegten Sachlage ergibt sich durch die Änderung weder für die niedergelassenen Psychotherapeuten noch für die Kassenärztlichen Vereinigungen eine Notwendigkeit zu Änderungen ihrer Handlungsabläufe, da diese, wie oben ausgeführt, lediglich eine „Übersetzung“ der bisher geltenden Indikationsbereiche für Psychotherapie in eine aktuellere Terminologie darstellt.
Als Anlage ist der entsprechende Beschluss im Wortlaut beigefügt. Dieser wurde vom Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung nicht beanstandet und trat somit zum Tag nach seiner Veröffentlichung im Bundesanzeiger – den 16. 09. 2006 – zum 17. 09. 2006 in Kraft.
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