ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2006Misshandlung von Kindern: Koordination tut not

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Misshandlung von Kindern: Koordination tut not

Rieser, Sabine

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Ministerin von der Leyen: „Im Fall Kevin hat das Zusammenspiel der staatlichen Hilfen sträflich versagt.“ Foto: ddp
Ministerin von der Leyen: „Im Fall Kevin hat das Zusammenspiel der staatlichen Hilfen sträflich versagt.“ Foto: ddp
Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Ursula von der Leyen (CDU) hat dafür plädiert, ein sicheres Frühwarnsystem zu etablieren, um vernachlässigten oder misshandelten Kindern schnell zu helfen. „Im Fall Kevin hat das Zusammenspiel der staatlichen Hilfen sträflich versagt“, kritisierte sie mit Bezug auf den Tod eines zweijährigen Kleinkindes in Bremen. Die Vernetzung und Kommunikation der Behörden müsse besser werden.
Dafür will das Bundesfamilienministerium zehn Millionen Euro zur Verfügung stellen. Im Rahmen von Modellprojekten, die mit Ländern und Kommunen entwickelt werden, sollten überforderte Familien vor oder mit der Geburt eines Kindes intensiv begleitet werden, schlug von der Leyen vor. Ihr Ministerium will diese Aktivitäten koordinieren und evaluieren.
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat bereits im März eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit Fragen der Gefährdung des Kindeswohls befasst. Die Experten, deren Namen das Ministerium nicht bekannt geben will, prüfen Fragen der Unterbringung verhaltensauffälliger, insbesondere straffälliger Kinder und Jugendlicher. Außerdem erörtern sie, wie man die Zusammenarbeit von Familiengerichten mit anderen Professionen verbessern könnte, um vernachlässigten oder misshandelten Kindern besser zu helfen. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte, man rechne bis zum Jahresende mit dem Abschlussbericht. Rie
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