ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2006Universitätskliniken: Tarifkonflikt flammt wieder auf

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Universitätskliniken: Tarifkonflikt flammt wieder auf

Flintrop, Jens

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Neue alte Gegner: TdLVerhandlungsführer Hartmut Möllring (links) und MB-Vorsitzender Frank Ulrich Montgomery Foto: dpa
Neue alte Gegner: TdLVerhandlungsführer Hartmut Möllring (links) und MB-Vorsitzender Frank Ulrich Montgomery Foto: dpa
Der Marburger Bund (MB) wirft der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) vor, die Redaktionsverhandlungen für einen arztspezifischen Tarifvertrag an den Universitätskliniken mit immer neuen Forderungen zu torpedieren. Nach dreimonatigen Ärztestreiks hatten sich MB und TdL im Juni auf Eckpunkte verständigt, die derzeit zu einem Tarifvertrag ausgestaltet werden.
Hauptstreitpunkt ist die Bezahlung der beschlossenen Arbeitszeiterhöhung von 38,5 auf 42 Wochenstunden. Der MB fordert, wie in den Eckpunkten vereinbart, einen vollen Lohnausgleich: „Es wird eine Besitzstandsregelung für die bisherigen Ärztinnen und Ärzte vereinbart, die sicherstellt, dass durch die neue Eingruppierung keine Ärztin/kein Arzt weniger als bisher verdient“, heißt es dort. Der TdL-Vorsitzende Hartmut Möllring (CDU) beharre nun auf Mehrarbeit, ohne diese voll vergüten zu wollen, moniert MB-Chef Dr. med. Frank Ulrich Montgomery. Dadurch sinke aber im Endeffekt der Stundenlohn der Ärzte dramatisch.
Der MB droht mit neuen Arbeitskampfmaßnahmen, falls sich die TdL nicht an die Eckpunkte hält. JF
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