ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2006Tarifabschluss: Kritisch betrachtet
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Dass die Klinikarbeitgeber hoffentlich noch lange an den Folgen des Ärztestreiks zu knabbern haben, wünscht sich Jens Flintrop. Dessen kann er unbesorgt sein. Manche Klinikträger werden bis zur Schließung ihres Hauses daran knabbern. Glaubt der Autor, dass die Klinikträger Feudalherren mit Geldspeichern wie Dagobert Duck sind? Muss man nicht eher fürchten, dass die Deutsche Krankenhausgesellschaft mit ihren unermüdlichen Forderungen nach Ausgleich der Mehrkosten erfolglos bleibt, ebenso zum Beispiel der Verband der Klinikdirektoren Deutschlands? Hat die Bundesregierung nicht gerade beschlossen, den Krankenhäusern eine Budgetkürzung um ein Prozent abzuverlangen, neben den Belastungen durch Mehrwertsteueranstieg usw.? Immer wieder überrascht mich auch, dass der Abschluss eines berufsspezifischen Tarifvertrags als Erfolg gefeiert wird, so auch hier. Ich sehe das kritisch:
einerseits weil im Krankenhaus viele Berufe unverzichtbar zusammenarbeiten, für die gleiche Regelungen gelten sollten. Andererseits weil einzelne Berufsgruppen immer schwächer sind als die Gemeinschaft und die Interessen der Berufe leicht gegeneinandergesetzt werden können. Wer hat den BAT, den der Marburger Bund so gerne behalten hätte (?), erkämpft? – Sicher nicht die Ärzteschaft . . .
Dr. med. Dietrich Tamm,
Sebastian-Bach-Straße 39, 56075 Koblenz
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