ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2006Weiterbildung: Licht und Schatten
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Zunächst sei gedankt für die klare verständliche Beschreibung der verschiedenen hierarchischen Strukturen, welche ein Facharzt in den USA in seiner Weiterbildung durchlaufen muss. Der Beitrag stellt viele Aspekte des amerikanischen Systems in ein gutes Licht, einige dieser Punkte wären auch für unser deutsches System anzustreben. Trotzdem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass in amerikanischen Universitätskliniken Wochenarbeitszeiten von mehr als 90 (!) Stunden nichts Ungewöhnliches sind, dass die hierarchischen Strukturen mit fast militärischer Konsequenz umgesetzt werden und dass – um auf den reinen Weiterbildungsaspekt einzugehen – eine sehr frühe Subspezialisierung für komplexe Krankheitsbilder von Nachteil sein kann. Der in Deutschland ausgebildete Facharzt genießt international keinen schlechten Ruf, und wir sollten uns nicht verleiten lassen, das amerikanische Weiterbildungssystem unkritisch zu kopieren.
Dr. med. Daniel Merkel,
Martin-Luther-Krankenhaus Berlin,
Caspar-Theyß-Straße 27–31, 14193 Berlin
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