ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2006Weiterbildung: Glückliches Amerika
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Das amerikanische System der Facharztweiterbildung strukturiert nicht nur die Inhalte, sondern auch die Form der Ausbildung stärker, als dies die Weiter­bildungs­ordnungen der Kammer tun. Da die Facharztweiterbildung in Deutschland durch den politisch gewollten (Verdrängungs-) Wettbewerb zwischen den Krankenhäusern erheblich unter Druck gerät, sollten wir die Anregungen aus dem amerikanischen System zum Erhalt und zur Verbesserung der Facharztweiterbildung in Deutschland aufgreifen. Vor diesem Hintergrund ist der Artikel noch um die Finanzierung der Facharztweiterbildung in den USA zu ergänzen: Es ist eine unbestrittene und sogar gesetzlich im Social Security Act verankerte Tatsache, dass die Facharztweiterbildung (Graduate Medical Education) die Kosten der Krankenhausbehandlung erhöht. Weiterbildende Krankenhäuser erhalten daher von den Kostenträgern – allen voran Medicare – Zuschüsse in Abhängigkeit von der Zahl der Weiterbildungsassistenten und prozentuale Zuschläge zu den DRGs. Dabei handelt es sich nicht um „peanuts“. Die Zuschläge zu einer DRG können z. B. stolze 30 Prozent betragen. Übrigens: Am 1. August haben die Centers for Medicare and Medicaid Services bekannt gegeben, die Vergütung für stationäre Behandlungen im Jahre 2007 um 3,5 Prozent anzuheben. Zumindest in dieser Hinsicht gilt: „Glückliches Amerika“.
Dr. med. Theodor Windhorst,
Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe,
Städtische Kliniken Bielefeld-Mitte,
Teutoburger Straße 50, 33604 Bielefeld
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