ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2006Hedda Heuser-Schreiber: Grande Dame der Berufspolitik

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Hedda Heuser-Schreiber: Grande Dame der Berufspolitik

Hibbeler, Birgit

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Hedda Heuser-Schreiber Foto: Archiv
Hedda Heuser-Schreiber Foto: Archiv
Die Ärztin und Medizinjournalistin Dr. med. Hedda Heuser-Schreiber, Oberaudorf/Inn, ist am 16. Oktober 80 Jahre alt geworden. Die Trägerin der Paracelsus-Medaille der Deutschen Ärzteschaft und Ehrenpräsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes hat die ärztliche Berufspolitik über Jahrzehnte mitgeprägt.
Heuser-Schreiber gehörte von 1969 bis 1977 dem geschäftsführenden Vorstand des Hartmannbundes an. Als Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes setzte sie sich von 1973 bis 1989 für bessere Chancen von Frauen im Arztberuf ein.
Von 1962 bis 1965 und 1968 bis 1969 saß sie als FDP-Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Von 1972 bis 1987 vertrat sie die freien Berufe im Wirtschafts- und Sozialausschuss der EG in Brüssel. Sie war Mitglied des Bundesgesundheitsrates. Heuser-Schreiber gehört zu den wenigen Ärztinnen ihrer Generation, die gesundheitspolitisch viel bewegt haben.
Geboren 1926 in Köln, studierte Heuser Medizin in München und Düsseldorf. 1951 wurde sie zum Dr. med. promoviert. Zehn Jahre lang war sie zunächst in einer allgemeinmedizinischen, später in einer radiologischen Praxis in Bergisch Gladbach tätig.
Heuser-Schreiber hat sich nicht nur als Ärztin und Politikerin verdient gemacht, sondern arbeitete seit 1965 zugleich als Medizinjournalistin. Sie ist Mitglied des Kollegiums der Medizinjournalisten, das sich für eine verantwortungsvolle Berichterstattung über medizinische Themen einsetzt. Heuser-Schreiber ist Trägerin des Großen Bundesverdienstkreuzes und des Bayerischen Verdienstordens. Birgit Hibbeler
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