ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2006Hausarzt-Verträge: Kassen fühlen sich im Nachteil

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Hausarzt-Verträge: Kassen fühlen sich im Nachteil

Dtsch Arztebl 2006; 103(43): A-2826 / B-2462 / C-2366

Rieser, Sabine

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Foto: Barbara Krobath
Foto: Barbara Krobath
Die Spitzenverbände der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) setzen ihre öffentliche Kritik am geplanten GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz fort. Die Reform verfehle ihre Hauptziele, nämlich die Finanzierungsgrundlagen langfristig zu stabilisieren und die Versorgung durch mehr Wettbewerb zu verbessern, hieß es am 18. Oktober in Berlin. Deshalb könnten die Beitragssätze bis Ende 2009 auf bis zu 15,9 Prozent steigen. Für die nächsten Jahre brauche man ein 10-Milliarden-Euro-Sofortpaket. Wolfgang Schmeinck, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen, wandte sich dagegen, dass alle Kassen eine hausarztzentrierte Versorgung anbieten müssen. „Der Zwang birgt die Gefahr, dass die Leistungserbringer die Preise flächendeckend in die Höhe treiben“, sagte Schmeinck.
Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) reagierte umgehend und wie üblich in den letzten Wochen schroff: „Tatsache ist, dass keine der Zahlen und Annahmen der Spitzenverbände einer Nachprüfung standhält“, erklärte ein Sprecher des BMG. Rie
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