ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2006Intensivmedizin: Ethikkonsil notwendig
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Zu Recht betont Dr. Preuß, dass in schwierigen ethischen Entscheidungssituationen die Kommunikation nicht abreißen sollte . . .
Für die immer komplexer werdenden Situationen, wie sie der Autor in seinem Artikel mit den beiden Fallberichten eindrücklich verdeutlicht, hat sich in den vergangenen Jahren das Instrument der „Ethischen Fallbesprechung“ – auch unter „Ethikkonsil“ bekannt – entwickelt. Bei diesem strukturierten, zeitlich begrenzten Gespräch wird unter der Leitung einer (stations)externen Moderation im interdisziplinären Dialog unter den involvierten Mitarbeitern auf der Station eine ethische Analyse sowie Bewertung vorgenommen und eine Behandlungsempfehlung erarbeitet.
Die Stationsmitarbeiter sind vorher für das Instrumentarium der „Köln-Nimweger-Leitfragen“ geschult worden. Für die Moderatoren werden eigens Seminare angeboten. Als Begleitung dieser institutionalisierten Form ethischer Entscheidungsfindung bietet sich ein Ethik-Komitee an, das in immer mehr Krankenhäusern mittlerweile eingerichtet worden ist. Fachstellen (wie zum Beispiel die Ethikbeauftragten im Erzbistum Köln) bieten den einzelnen Krankenhäusern Hilfestellung bei der Implementierung dieser Gremien an.
Ulrich Fink, P. R. Diözesanbeauftragter für Ethik im Gesundheitswesen und Hospiz-Seelsorge im
Erzbistum Köln, Marzellenstraße 32–34, 50668 Köln
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