ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2006Karriere: Umdenken propagieren
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Frau Prof. Kaczmarczyk fordert in ihrem Beitrag zu Recht, dass der Anteil von Frauen in medizinischen Führungspositionen erhöht werden muss. Aber die Methoden, die sie zur Verbesserung der Situation vorschlägt, erschrecken mich: In letzter Konsequenz fordert sie, dass Frauen all die Maßnahmen ergreifen (Kungelei, Protektionismus etc.), die sie einen Absatz vorher bei den Männern kritisiert hat. Ihr Aufruf liest sich wie ein Manifest zum Geschlechterkampf. Frauen sollen gegen Männer zusammenhalten, um Karriere machen zu können . . . Medizin ist immer noch ein sozialer Beruf, und entsprechend sollten sich die Protagonisten (egal ob Männlein oder Weiblein) auch verhalten. Fronten zu verhärten führt da nicht zum Ziel. Stattdessen muss ein Umdenken propagiert werden, das eine generelle Familienfreundlichkeit fördert . . . Nicht nur Frauen muss der Wiedereinstieg in das Berufsleben nach einer Elternzeit erleichtert werden – auch Männern. Flexible Arbeitszeitmodelle, Teilzeitstellen sowie die von ihr zu Recht geforderte bessere Kinderbetreuung sind weitere Bausteine – und die müssen von allen mitgetragen werden. Das alles beinhaltet vor allem einen Wandel in den Köpfen. Allerdings keinen, der weitere Mauern aufbaut.
Mattias Schäfer, Lörenstraße 32, CH-9230 Flawil
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