ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2006Karriere: Ausbildung in Russland
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Dass noch immer nur vier Prozent der Chefarztpositionen in Deutschland durch Ärztinnen besetzt sind, obwohl 40 Prozent der knapp 400 000 Ärzte weiblich sind, hat noch weiterführende Gründe als im oben genannten Artikel aufgeführt: die mangelnden und weitaus unterentwickelten Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten insbesondere für Ärztinnen an den deutschen Kliniken . . . Es ist keine Seltenheit, dass gerade im operativen Bereich, sogar in einem „weiblichen“ Fachgebiet wie der Geburtshilfe und Gynäkologie, die männlichen Kollegen in der Facharztausbildung, aber auch unter der erfahrenen Ärzteschaft den mitunter gleich hoch qualifizierten Ärztinnen vorgezogen werden. Aufgrund dieser prekären Ausbildungssituation in deutschen Kliniken müssen alternative Ausbildungsprogramme existieren, um gerade den Ärztinnen die Möglichkeit der fundierten fachlichen Aus- und Fortbildung und der Erlernung der geforderten praktischen Fähigkeiten zu geben. Ich habe erfahren, dass es in St. Petersburg, Russland, die Möglichkeit gibt, an einem dort angebotenen Ausbildungsprogramm im Fachgebiet der Geburtshilfe und Gynäkologie teilzunehmen und in operativen, onkologischen und pränatalen Zentren die in der Geburtshilfe und Gynäkologie während der Ausbildung zum Facharzt bzw. in der Schwerpunktweiterbildung geforderten Operationen und Aufgaben zu absolvieren . . . Es besteht die Möglichkeit, für einen derartigen Aufenthalt finanzielle Unterstützung über Fonds der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und über Stipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) zu bekommen. Für die genaueren Informationen steht die Homepage der Deutsch-Russischen Akademie für Geburtshilfe und Gynäkologie www.dragg.de zur Verfügung.
Miriam Strohner, Fredener Straße 11,
38228 Salzgitter
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