ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2006Helmut Remschmidt: Wissenschaft und Öffentlichkeit

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Helmut Remschmidt: Wissenschaft und Öffentlichkeit

Dtsch Arztebl 2006; 103(43): A-2882 / B-2508 / C-2413

Baethge, Christopher

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Helmut Remschmidt Foto: privat
Helmut Remschmidt
Foto: privat
Prof. Dr. med. Dr. phil. Helmut Remschmidt, der bisherige Ordinarius für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Marburg, ist seit dem 1. Oktober dieses Jahres Emeritus. Remschmidt hatte sich 1970 in Marburg habilitiert und versah ab 1975 den C-4-Lehrstuhl für Psychiatrie und Neurologie des Kindes- und Jugendalters an der FU Berlin. Fünf Jahre später berief ihn die Philipps-Universität Marburg.
In seltener akademischer Universalität verbindet der Wissenschaftler Remschmidt psychopathologisches und sozialpsychiatrisches Denken mit epidemiologischen, psychologischen und biologischen Methoden. Zeugnisse seiner wissenschaftlichen Produktivität sind mehr als 300 Artikel allein in begutachteten Zeitschriften sowie zahlreiche Ehrenmitgliedschaften und Preise, etwa die Aufnahme in die Deutsche Akademie der Naturforscher „Leopoldina“ oder die Verleihungen des Christina-Barz-Preises und des Max-Planck-Forschungspreises. Seit 1980 warb Remschmidt mehr als zwölf Millionen Euro an Drittmitteln ein.
Neben Remschmidts wissenschaftlichem Werk und seiner Tätigkeit als Hochschullehrer, Klinikleiter und Arzt steht sein fachöffentliches und öffentliches Eintreten: Remschmidt war Berater von WHO und Bundesregierung, ist ein gefragter Gutachter und Mitglied des Neurobiologischen Fachkollegiums der DFG, präsidierte nationalen und internationalen Fachverbänden und arbeitet im Vorstand des Wissenschaftlichen Beirats der BÄK. Sein öffentliches Engagement zeigt sich aber auch in seinem Wirken für das Kerstin-Heim, ein Marburger Internat für geistig behinderte Kinder. Nicht zuletzt ist er als langjähriger stellvertretender Leiter der medizinisch-wissenschaftlichen Redaktion eng mit dem Deutschen Ärzteblatt verbunden. Christopher Baethge
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